Kaarst (NGZ). Kaarst Fünf Jahre ist es nun schon her, dass auf dem ehemaligen Gelände der Düngemittelfabrik Stodiek an der Neersener Straße das Baugebiet „An der Sonnenuhr“ erschlossen wurde. Von den insgesamt 140 Häusern sind mittlerweile rund 85 verkauft. Doch der längst überfällige Spielplatz ließ bislang auf sich warten.
Doch die Warterei hat nun ein Ende: Wir haben jetzt mit den ersten Arbeiten begonnen, der Spielplatz wird nach unseren Planungen bereits Mitte September dieses Jahres fertig sein“, sagte am Montag Bernd Lüthe, örtlicher Projektleiter der Stodiek Wohnpark. Dabei investiert Stodiek nun deutlich mehr in den Spielplatz, als ursprünglich geplant war: „Es ist eine Summe von ungefähr 80 000 Euro“, so Lüthe.
Dafür bekommen die Kinder so einiges geboten: Das Spielplatzgelände wird auf 1200 Quadratmetern jede Menge Fläche zum Toben und Tollen geben. „Es wird ein Aktivspielplatz, um die Bäume des Geländes herum werden Spielhäuser entstehen, die durch Brücken verbunden werden.“ Die kleineren Kinder können sich außerdem an einer Hangrutsche vergnügen oder im gemütlichen Nestpendel Platz nehmen. Die Größeren können ihre Fähigkeiten am Kletterfelsen erproben. „Alle Geräte sind aus entrindetem Eichenholz“, erläuterte Lüth, „das passt gut in die Natur, die Verletzungsgefahr ist geringer als bei Metall - und außerdem kann das Holz keinen Rost ansetzen.“
An der Sonnenuhr
Von den 140 Wohnungen An der Sonnenuhr sind 85 bezogen. Es sind Reihenhäuser und Doppelhaushälften, sie kosten zwischen 250 000 und 290 000 Euro. Interessenten können sich unter www.an-der-sonnenuhr.de informieren.
Da der Stodiek-Wohnpark auf dem Düngemittelfabrik-Gelände errichtet wurde, kann das Grundwasser nur teilweise genutzt werden. Das war offensichtlich nicht allen Käufern so bekannt. Ein Bewohner beschwerte sich bei der NGZ darüber, dass das Grundwasser kontaminiert sei und er es nicht zum Blumengießen im eigenen Garten benutzen dürfe.
Kreis-Pressesprecher Reinhold Jung bestätigte am Montag auf Anfrage der NGZ: „In einigen Bereichen des Stodiek-Parkes darf tatsächlich kein Grundwasser genutzt werden - weder zum Trinken noch als sonstiges Brauchwasser, also auch nicht zum Blumen gießen.“ Das sei allerdings schon im Bebauungsplan von 1999 erörtert worden.
Die Angaben hätten auch in den notariellen Verträgen gestanden, die jeder einzelne Käufer unterzeichnet habe. „Wer wissen will, ob sein Grundstück dazugehört, sollte sich bei der Stadt Kaarst erkundigen“, rät Jung. Planungsamtsleiter Bruno Nelles äußert esich positiv über die Verkehrsanbindung An der Sonnenuhr. „Das Wohngebiet ist durch den ÖPNV erstklassig angebunden. Die Regiobahn ist im Schnitt zirka 500 Meter entfernt und somit sogar gut zu Fuß zu erreichen, das gleiche gilt für das Busnetz mit den Haltestellen Kaarster Bahnhof und Gustav-Heinemann-Straße.“
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