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Projekt bestens im Zeitplan: Hallenträume werden konkret

VON CHRISTOPH PÜTZ - zuletzt aktualisiert: 30.10.2009 - 21:30

Projekt bestens im Zeitplan (NGZO). In der jüngsten Ratssitzung ist Planung der rund vier Millionen Euro teuren Zweifachhalle vergeben worden. Ein Architekturbüro in Münster wurde beauftragt. Schon im August 2010 soll die alte Halle abgerissen werden.

Wie an der Decke der Halle zu sehen ist, können zwei Trennwände heruntergelassen werden. So entstehen drei Spielfelder. Die neue Halle wird eine Zweifachhalle, weil die drei Felder für kaum eine Sportart die Normgröße haben. Foto: NGZ
Wie an der Decke der Halle zu sehen ist, können zwei Trennwände heruntergelassen werden. So entstehen drei Spielfelder. Die neue Halle wird eine Zweifachhalle, weil die drei Felder für kaum eine Sportart die Normgröße haben. Foto: NGZ

Kaarst Es ist Eile geboten: Die neue Zweifachhalle, die an der Pestalozzistraße gebaut werden soll, wird mit 2,1 Millionen Euro aus Mitteln des Konjunkturpaketes II gefördert. Voraussichtlich also mehr als die Hälfte der Gesamtkosten. Doch nur, wenn der enge Zeitplan eingehalten wird, fließen diese Gelder in die Kaarster Stadtkasse. Das bedeutet: Die neue Halle muss spätestens zum 31. Dezember 2011 fertig sein. Verstreicht dieser Termin, dann fließen die 2,1 Millionen Euro Fördergelder nicht.

Bislang liegt das Projekt bestens im Zeitplan. Im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag hat die Politik ein Architekturbüro in Münster mit der konkreten Planung der Halle beauftragt. Damit die Sache schnell bewerkstelligt wird, ist noch ein Subunternehmer dieses Büros mit ins Boot geholt worden. Während sich der Architekt um das Gesamtkonzept der Halle kümmert, soll der Subunternehmer sich mit den Installationen, der Klimatechnik und so weiter befassen.

Schon im August des kommenden Jahres soll mit dem Abbruch der alten Halle begonnen werden. Der frühe Zeitpunkt ist erforderlich – denn um die neue Zweifachhalle zu errichten, wird eine Bauzeit von zwölf Monaten angesetzt.

Architekt Dieter Christoph, der im Arbeitskreis Sporthalle sitzt, macht auf folgendes Problem aufmerksam: "Die vorhandene Heizanlage ist nur zu 60 Prozent ausgelastet – wir brauchen diese Anlage nicht mehr." Die Anlage spendet Energie auch für die umliegenden Gebäude. Das Problem: Als sie vor vielen Jahrzehnten gebaut wurde, war noch daran gedacht, ein Schwimmbad an der Pestalozzistraße zu bauen. Dementsprechend leistungsstark wurde die Heizanlage dimensioniert. Die Schwimmhalle wurde aber nie gebaut.

Auch Christian Gaumitz, Fraktionsvorsitzender der Kaarster Grünen, sieht Optimierungsbedarf: "Durch die vorhandenen Wärmeversorgungsleitungen von der Heizzentrale zu den einzelnen Gebäuden sind offensichtlich hohe Wärmeverluste vorhanden. Denn die Leitungsisolierungen entsprechen nicht mehr dem heutigen Stand. Es müsste überprüft werden, wie hoch die Wärmeverluste generell sind." Es wäre unterm Strich kostengünstiger, eine dezentrale Heizung, verteilt auf mehrere Gebäude (Rathaus, Zweifachhalle, Schule) zu installieren. Doch das Problem dabei: Eine solche Planung kostet Zeit. Und die ist nicht vorhanden, wenn nicht riskiert werden soll, die Fördergelder aufs Spiel zu setzen.

Die Frage ist auch noch, in welcher Form die Crash Eagles in der neuen Halle trainieren können. Denn bekanntlich wird durch den Skatersport die Halle deutlich schneller abgenutzt als durch andere Sportarten. Im Gespräch war auch, eine separate Anbauhalle für die Skater zu errichten.

Quelle: RP

 
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