Kaarst - mit Video (NGZO). Susanne Ogger (10) und Niklas Rieck (11) besuchen beide das Georg-Büchner-Gymnasium. Für die NGZ durften sich die Schüler jetzt als Nachwuchs-Journalisten betätigen, Bürgermeister Franz-Josef Moormann interviewen und – fragen, was sie immer schon mal fragen wollten.
Ob sie mal Journalisten werden wollen, wenn sie groß sind, oder doch Bürgermeister, wissen Susanne Ogger (10) und Niklas Rieck (11) noch nicht. Fakt ist, dass die beiden Georg-Büchner-Schüler ziemlich aufgeweckt und neugierig sind. Und das sind gute Voraussetzungen – für alle Berufe. Für die NGZ durften Susanne und Niklas Bürgermeister Franz-Josef Moormann interviewen. Das war für alle Beteiligten eine spannende Sache.
Niklas: Wollten Sie schon immer einmal Bürgermeister werden?
Moormann Ich wollte nicht immer Bürgermeister werden, sondern ich wollte erst einen Beruf haben, in dem ich viel mit Menschen zu tun habe. Ich war in der Jugendarbeit viel mit Jugendlichen zusammen, und da fand ich Sozialarbeit sehr gut. Für meinen Beruf habe ich mir dann den des Juristen ausgesucht. So wie Richter oder Rechtsanwälte gibt es auch Verwaltungsbeamte und das passte gut zusammen. 1999 habe ich mir dann überlegt, dass es vielleicht gut wäre mich zu bewerben, und das habe ich dann gemacht.
Niklas: Was tut die Stadt Kaarst Besonderes für Kinder?
Moormann Ich glaube, das Allerwichtigste, was wir für Kinder tun, ist zunächst mal, dass wir versuchen, gute Kindergärten und gute Schulen zu haben. Da merkt man schon, dass die Stadt sich vor allen Dingen auf die Bildung, also auf den Kopf und das soziale Verhalten besonders einstellt. Aber wir wollen natürlich auch eine Menge für die Familien machen. Deshalb begrüßen wir jedes neugeborene Kind mit einem Begrüßungspaket. Da kommt jemand vorbei und sagt, dass wir uns freuen, dass sie nun Nachwuchs haben und eine Familie sind. Das finden wir wichtig. Wir unterstützen aber auch noch im sozialen Bereich alle Pfadfinder und kirchlichen Gruppen, die Jugend- und Kindergruppen anbieten.
Susanne: Es mangelt ja zur Zeit an Streusalz, da die Fabriken nicht so schnell hinterher kommen. Wie wollen Sie das regeln, und wie finden Sie überhaupt den Schnee dieses Jahr?
Moormann Den Schnee finde ich super. Ich kann mich eigentlich überhaupt nicht daran erinnern, dass mal so viel Schnee hier in Kaarst gelegen hat. Davon bin ich ganz begeistert, das finde ich prima. Ich finde es auch gar nicht so schlimm, dass die Autos jetzt wegen des vielen Schnees langsamer fahren müssen. Viele Leute sagen ja, man soll einfach mal ein bisschen mehr Ruhe bewahren. Heute morgen bin ich auf dem Bauhof gewesen, wo das Salz für unsere Straßen lagert, und da habe ich festgestellt, dass wir noch viel Salz haben: ungefähr ein Viertel des Jahresvorrates.
Susanne: Das ist viel...
Moormann Und wir haben auch noch 50 Tonnen bestellt, die eigentlich schon gekommen sein sollten. Also von daher sind wir ganz gut gerüstet. Es wäre aber auch nicht schlimm, wenn wir nicht das ganze Salz ausstreuen müssten, weil das Salz hinterher mit dem Wasser, das sich bildet, wenn der Schnee sich auflöst, in den Kanal gespült wird.
Susanne: Mein Bruder geht in Meerbusch zur Schule, und da gibt es immer eine tolle Eisfläche auf dem Rathausplatz. Könnte man das nicht auch mal in Kaarst machen?
Moormann Eine Eisfläche ist eine tolle Idee, das stimmt. Das haben wir in Kaarst auch schon mal diskutiert, aber bisher noch nicht den Mut gehabt zu sagen, es zu machen, weil wir auch sparsam mit dem Geld umgehen wollen. Wenn man so eine Eisbahn mieten möchte, dann kostet das natürlich viel Geld. Leider ist auch noch niemand gekommen, der zu uns gesagt hat: "Gib uns mal den Marktplatz, dann machen wir das und bezahlen das." Deshalb ist das bisher in Kaarst nicht passiert.
Susanne: Zur Zeit wird in Kaarst ja sehr viel über Ikea diskutiert. Haben Sie auch Ikea-Möbel zu Hause, und essen Sie eigentlich gerne Köttbullar?
Moormann Ich habe zu Hause mehrere Billy-Regale und zwar, weil ich als Student immer Bücherregale brauchte. Und Billy, so heißt dieses Bücherregal, kann man super gut aufbauen. Dann hat man für preiswertes Geld eine gute Möglichkeit, Bücher abzustellen. Die – wie heißen die Biester? – Köttbulars . . .?
Susanne: Köttbullar!
Moormann Da muss ich ganz ehrlich sagen – ich war bei Ikea, glaube ich, ein oder zweimal eingeladen und da gibt es meistens auch etwas zu essen. Das ist immer schön. Bürgermeister werden immer nett eingeladen, aber ob da Köttbular dabei waren, das weiß ich nicht.
Susanne: Bei Ikea gibt es eine Cafeteria, und da kann man Köttbular essen.
Moormann Dann werde ich das vielleicht mal probieren, da ich jetzt deine Empfehlung habe.
Niklas: Wie feiern Sie eigentlich dieses Jahr Silvester?
Moormann Das weiß ich noch nicht. Wir haben eine ziemlich große Familie und unsere Kinder sind keine Kinder mehr sondern Jugendliche oder junge Erwachsene. Sie haben uns Eltern aber gesagt, dass wir dazu kommen dürfen. Ob wir das wirklich machen, wissen wir noch nicht. Meine Frau und ich gehen auch gerne mal ganz alleine spazieren. Vielleicht machen auch nur einen ganz gemütlichen Abend zu Hause.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport, Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder, Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.