Kaarst (NGZ). Kaarst Rund 60 bis 70 Ausländer erwerben pro Jahr in Kaarst die Deutsche Staatsbürgerschaft. Zurzeit leben 3635 Ausländer in Kaarst - das sind rund 8,7 Prozent. Damit die Neuankömmlinge nicht „nur“ Deutsche, sondern auch Kaarster werden und sich in der Heimatstadt möglichst wohl fühlen, hat die CDU nun Vorschläge vorgelegt.
Eine offizielle Einbürgerungsfeier für Ex-Ausländer, eine Präsentation auf den Kaarster Internetseiten und auch eine Broschüre für Kaarster Neubürger aus dem Ausland - mit einem solchen Paket will die stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Dorothea Zillmer den „Neuen“ den Einstieg leichter machen.
„Mit einer offiziellen Feier kann der Schritt, die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen, öffentlich gewürdigt werden. Vertreter aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft können dadurch die Einbürgerungsentscheidung der in Kaarst lebenden neuen Staatsbürger ehren. Gleichzeitig wird von offizieller Seite vermittelt, dass sie in Kaarst willkommen sind“, begründet Zillmer.
Was soll auf den Internetseiten der Stadt oder einer eventuellen Broschüre konkret stehen, um den Zugezogenen zu helfen? Zillmer nennt als Beispiele die vorschulische Sprachförderung, die Familienzentren als Anlaufstellen für Betreuung, Bildung und Beratung oder Hinweise auf Sprachkurse der Volkshochschule. Denn die Sprachbarriere steht nicht selten einer funktionierenden Integration im Wege - auch, wenn die Neubürger einen Sprachtest absolvieren mussten.
„Ich könnte mir vorstellen, dass wir die Einbürgerungsfeier mit dem Fest ,Viele Nationen - eine Stadt’ verbinden“, regt Zillmer an. Denn das Fest der Nationen ist ein Paradebeispiel für gelungene Integration.
Auch SPD-Fraktionsvorsitzende Anneli Palmen hält die Idee eines Einbürgerungsfestes für gut. Auf Anfrage der NGZ sagte sie am Mittwoch: „Das ist grundsätzlich ein zu lobendes Vorhaben.“ Doch sie merkt an: „Mit einer Feier allein ist es allerdings nicht getan.“
Die SPD will eigene Vorschläge erarbeiten, im Vorfeld aber erst einmal Zahlen sichten. „Was wir als Integrationshilfe anbieten können, hängt zum Beispiel auch davon ab, wie viele Ausländer aus welchen Nationen und Kulturkreisen bei uns in Kaarst leben“, so Palmen.
Schon jetzt werden alle Kaarster Neubürger von der Stadt freundlich begrüßt - nämlich mit einer ganzen Stofftasche voller Informationshefte und Broschüren. So auch das Heft „Kaarst von A bis Z“, in dem Adressen, Telefonnummern und weitere Informationen zu Schulen, Ärzten, Ämtern und vielem mehr geboten werden.
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