Kaarst (NGZ). Büttgen Leuchtende Laternen, fröhliche Kinder, ein prächtig gewandeter Sankt Martin auf einem stolzen Schimmel. Seit vielen Jahrhunderten ist die tradierte Legende des Mantel-teilenden römischen Soldaten Anlass für ein buntes Lichter- und Laternenfest in weiten Teilen Deutschlands. In Büttgen ist die Vorfreude auf das Fest jedoch seit zwei Jahren etwas getrübt.
Wann gesammelt wird
Die Haussammlungen in Büttgen finden in der Zeit vom 6. bis zum 17. Oktober
statt. Da sich unter Umständen einige Familien nicht in Büttgen befinden werden, bieten die Organisatoren alternativ die Möglichkeit an, sich die Gutscheine
für die Martinstüten ab dem 17. Oktober immer Montags beim Verein für Schwimmsport abzuholen.
Der Grund: Es finden sich weniger Haussammler als in den Vorjahren. „Wir möchten nicht von einem Problem sprechen, aber es ist uns ein wichtiges Anliegen, für das wir uns eine baldige Lösung erhoffen“, so die zweite Vorsitzende des Martinsvereins Büttgen, Uschi Baum. Zusammen mit ihren Vorstandskolleginnen, der ersten Vorsitzenden Gabriele Busch, Ursula Beaugrand und Gabi Kammann, organisiert die engagierte Helferin seit vielen Jahren die Verteilung der Martinstüten in Büttgen, packt jedes Jahr etwa 1300 Martinstüten. Wie in vielen anderen Gemeinden entlang des Niederrheins hat das Martinsfest auch hier eine lange Tradition - die jetzt zwar nicht in Gefahr gerät, wohl aber einen nachdenklichen Beigeschmack erhält:
„Die Grundschulen in unserem Ort mussten in den vergangenen Jahren einen Rückgang an Anmeldungen verzeichnen, dementsprechend ging auch die Zahl der Eltern zurück, die sich in den Vorjahren bereit erklärten, die Sammlung für die Martinstüten zu übernehmen“, sagt Uschi Baum. Dabei möchte sie - wie sie betont - zwar niemanden anprangern, geht aber mit gutem Beispiel voran: „Auch wenn meine Kinder in absehbarer Zeit nicht mehr in dem Alter sein werden, in dem sie einen engeren Bezug zum Thema Martinszug haben, so werde ich mich dennoch weiter um die Koordination der Sammlungen kümmern. Schließlich ist es doch eine wunderschöne Tradition, die wir auch in Zukunft für die Kleinsten anbieten und nicht in Vergessenheit geraten lassen sollten.“
Bis zum Ritt des Heiligen Martin am 7. November, an dem sich nach Schätzung der Organisatoren etwa 450 Kinder beteiligen werden, hoffen die Mitglieder des Vorstandes die knapp 80 Straßen Büttgens je einem oder mehreren Sammlern zuordnen zu können.
„Es gibt natürlich auch Straßen wie die Römerstraße oder die Jan- van-Werth-Straße, wo wir aufgrund der Länge sehr gerne auch mehrere Sammler einsetzen würden, doch die Wahl der Straßen überlassen wir gerne den freiwilligen Helfern“, betont Uschi Baum und merkt an, dass jeder Helfer einen Pass erhält, der ihn offiziell als Sammler des Martinsvereins ausweist. Bezüglich der Sammler stellen die Mitglieder des Vereinsvorstandes keine besonderen Anforderungen: „Wir freuen uns über Jeden, der helfen und die Sammlung in einer Straße in Büttgen übernehmen möchte. Von der jungen Mutter bis zum Pensionär freuen wir uns über jede Meldung.“
Info Meldungen nimmt der Martinsverein Büttgen e.V bis zum 21. September in der Zeit von 14 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 0 21 31 / 51 61 96 oder der E-Mailadresse martinsverein-buettgen@gmx.de entgegen.
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