Kaarst (NGZ). Die U16-Party der Stadt ist das Aushängeschild des Jugendschutzes. Mehr als 600 unter 16-Jährige werden sich am kommenden Freitag im Einstein-Forum ganz ohne Promille amüsieren. Eine U18-Party ist in Planung – nach wie vor.
Eine "Kaarst Total"-Aftershowparty im Albert-Einstein-Forum (AEF) wird es in diesem Jahr nicht geben, und daran ist ganz sicher ein Stück weit auch der Alkohol schuld. Weil es im vergangenen Jahr besonders viele besonders schwere Schlägereien rund um das Partygelände gab, haben Polizei, Ordnungsamt und Veranstalter die Reißleine gezogen und die Party aus Sicherheitsgründen abgesagt (die NGZ berichtete).
Herbert Westerveld von der Polizei Kaarst sagt: "Bei den Ausschreitungen war in den meisten Fällen Alkohol im Spiel." Am "Kaarst Total"-Samstag bleibt das AEF deshalb dicht. Einen Tag vorher, am Freitagabend, bei der U16-Party, werden statt dessen die unter 16-Jährigen den vornehmlich über 16-jährigen Aftershowparty-Gästen zeigen, wie das geht: Spaß haben und feiern ohne Alkohol.
Verlosung
Die NGZ verlost 4 x 2 Karten für die U16-Party am Freitag, 3. September, 18 Uhr, im AEF. Wer mitmachen will, schickt bis einschließlich Montag, 30. August, eine E-Mail mit dem Stichwort "U16" an die Adresse:
redaktion.kaarst@ngz-online.de
Die Gewinner werden ausgelost und von der Redaktion benachrichtigt.
Wichtig: Bitte den vollständigen Namen, Alter, Adresse und Telefonnummer angeben.
Info: www.sjr-kaarst.de/u16/
Als Teil des Präventionskonzeptes veranstaltet das Jugendamt der Stadt Kaarst in Zusammenarbeit mit vielen Freiwilligen aus Vereinen, der Jugendfeuerwehr, dem Roten Kreuz, den Kaarster Schulsozialarbeitern, den Jugendfreizeiteinrichtungen der Stadt, dem Kommissariat Vorbeugung des Rhein-Kreises Neuss, der Kaarster Polizei und den Jungschützen aus Vorst und Kaarst zweimal im Jahr eine Party, bei der es ums Tanzen und Spaß haben, und eben nicht ums Komasaufen geht.
"Wir wollen Alkohol nicht verteufeln", sagt Ursula Baum (CDU), Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, die die U16-Party gemeinsam mit Martina Blaeser vom städtischen Jugendamt in Kaarst zu einem Erfolgsmodell gemacht hat. "Uns geht es um einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema." Die ganz jungen Partygäste nehmen entsprechende Tipps gerne an. Mit zunehmendem Alter allerdings wird die Sache dann schwierig. "Die 16-Jährigen", sagt Martina Blaeser, "kommen nicht mehr.
Seit gut einem Jahr wird in Kaarst darum auch über eine U18-Party diskutiert. "Es gibt eine grobe Planung für eine Testparty", sagt Baum. "Wir sind uns aber immer noch nicht wirklich klar darüber, wie wir mit dem Thema Alkohol umgehen wollen. Verbieten können wir ihn dann nicht mehr." Als Vorbild gilt die Karnevals-Party der Jungen Union. Mit Armband oder Stempel unterscheidet die JU zwischen "U 18" und "Ü 18". Nur mit Armband gibt es den harten Alkohol im abgegrenzten Bereich.
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