Kaarst (NGZ). Die private HIV-Aufklärungs- und Spendenkampagne "Goals for South Africa" will mit der größten Schulstunde der Welt Aufmerksamkeit auf die Immunschwächekrankheit Aids lenken. 500.000 Schüler sollen daran teilnehmen.
Im ersten Moment klingt die Idee ein bisschen verrückt: 500 000 Schüler, die in verschiedenen Ländern gleichzeitig in ihren Klassenzimmern hocken und lernen, dass die drei Buchstaben "HIV" für den medizinischen Ausdruck "Humanes Immundefizienz-Virus" stehen. 500.000 Schüler aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt, denen zeitgleich erklärt wird, dass die aus einer HIV-Infektion resultierende Immunschwächekrankheit Aids nach wie vor Todesursache Nummer eins in Südafrika ist. 500.000 Schüler, die nach einer von Kaarst aus organisierten weltweiten HIV-Aufklärungsstunde ein Stück weit umsichtiger durchs Leben gehen. Die Idee soll keine Idee bleiben. Sie wird bereits in die Tat umgesetzt.
1250 Schulen anschreiben
Mithelfen
Für all jene, die sich über den Weltrekordversuch informieren wollen oder sogar Interesse an einer Mitarbeit haben, wurde folgender E-Mail-Kontakt eingerichtet: weltrekord@goals-for- africa.com
Internet: www.goals-for-africa.org
Große internationale Hilfsorganisationen haben sich der Kampagne "Goals for South Africa" angeschlossen.
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann sind Ehrenbotschafter.
Zum Weltaidstag am 1. Dezember, also fast auf den Tag genau in vier Monaten, will die private, Ende 2009 vom Kaarster PR-Spezialisten Sven Lilienström initiierte HIV-Aufklärungs- und Spendenkampagne "Goals for South Africa" einen bislang einzigartigen Weltrekordversuch starten. Ziel ist es, möglichst viele Schüler auf das Schicksal der mehr als 5,7 Millionen HIV-infizierten Südafrikaner und die 33 Millionen HIV-positiven Menschen weltweit aufmerksam zu machen. "HIV-Aufklärung und die verheerende Aids-Pandemie in Afrika sollten weltweit ein zentraler Bestandteil des Schulunterrichts sein", sagt Lilienström. "Mit dem Weltrekordversuch möchten wir das HIV-Problem stärker ins Bewusstsein einer neuen, heranwachsenden Generation rufen und Wege zur Prävention aufzeigen."
Der Weltrekordversuch, der die Veranstalter vor eine gigantische logistische und administrative Herausforderung stellt, ist bereits bei Guinness World Records in London angemeldet. Nun müssen im Vorfeld circa 1250 Schulen angeschrieben und etwa 25 000 Lehrer mobilisiert und überzeugt werden. "Der Weltrekordversuch", sagt Lilienström, "unterliegt strengen Richtlinien." Die "größte HIV-Aufklärungsstunde der Welt" muss auf jeden Fall rund um den Globus zeitgleich stattfinden – eine Vorgabe, deren Einhaltung die Zeitverschiebung enorm erschwert. Auch darf der Unterricht nicht weniger als 30 Minuten dauern. Pro Schulklasse muss ein unabhängiger Beobachter den Verlauf protokollieren. Außerdem müssen zwei Personen mit jeweils einer Stoppuhr die Zeit nehmen. Der Unterrichtsstoff wird vorgegeben, denn er soll überall derselbe sein. "Es gibt viel zu tun", sagt Sven Lilienström. "Jetzt setzen wir auf die Hilfe der Kaarster."
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