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Kaarst: Kanzler-Sohn zur Premiere

VON CHRISTOPH PÜTZ - zuletzt aktualisiert: 13.11.2007 - 21:30

Kaarst (NGZ). Kaarst Rund ein Jahr ist der neue VHS-Leiter Karl-Heinz Kreuels im Amt - der erste Rückblick fällt sehr erfolgreich aus. Auch in finanzieller Hinsicht: Von den eine Million Euro, die die VHS in diesem Jahr zur Verfügung hat, werden 500 000 Euro durch die Einnahmen abgedeckt.

Lars Brandt, Sohn des einstigen Bundeskanzlers Willy Brandt, wird die Premierenveranstaltung des Kaarster Kulturfreitags am 23. November gestalten.  Foto: NGZ-Online
Lars Brandt, Sohn des einstigen Bundeskanzlers Willy Brandt, wird die Premierenveranstaltung des Kaarster Kulturfreitags am 23. November gestalten. Foto: NGZ-Online

„Das sind 50 Prozent - im Vergleich zu anderen Volkshochschulen extrem gut, denn durchschnittlich werden nur rund 20 Prozent erwirtschaftet“, erläutert Heinz Dieter Vogt, Verbandsvorsteher der VHS Kaarst-Korschenbroich.

Werden also die VHS-Teilnehmer in Kaarst und Korschenbroich besonders geschröpft, da sie ja die VHS zu 50 Prozent und nicht, wie sonst üblich, nur zu 20 Prozent bezahlen? Ein Fehlschluss, wie Vogt erläutert: „Die Teilnahmegebühren bewegen sich bei uns im guten Mittelfeld.“

Vor allem die schlanke Verwaltung macht die genannte Rekord-Relation möglich. Es gibt nämlich lediglich neun Mitarbeiter, die sich sieben Vollzeitstellen teilen. „Dabei haben wir hier pro Tag im Schnitt 1000 Teilnehmer im Haus“, macht VHS-Leiter Karl-Heinz Kreuels deutlich.

Insgesamt nutzen 12 000 Personen pro Jahr nehmen die Angebote der VHS in Anspruch. Die Zahlen konnten erstmals sehr genau erfasst werden: „Wir haben gerade eine neue Software installiert - die kann auf Mausklick anhand der Anmeldedaten anzeigen, wie viele Besucher an jedem einzelnen Tag kommen“, so Kreuels.

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Der Kulturfreitag

Eine feste Größe soll er nach Vorstellung der VHS-Leitung werden: der Kulturfreitag. Jeden Freitag, immer um 19.30 Uhr - durch diese leicht zu merkenden Daten sollen potenzielle Besucher gewonnen werden. Der Premierenveranstaltung beginnt allerdings bereits um 18 Uhr - wegen der offiziellen Eröffnung der Serie. Die Eintrittspreise pendeln zwischen fünf und 7,50 Euro. Bis in den Februar hinein sind bereits die einzelnen Freitags-Angebote in trockenen Tüchern. Detailinfos unter www.vhs-kaarst-korschenbroich.de

Die Stadt Kaarst muss ab dem kommenden Jahr ein wenig tiefer für die VHS in die Tasche greifen: Die Umlage für den VHS-Zweckverband wird nämlich für Kaarst um 35 000 Euro steigen.

Um weiter frischen Wind in die Volkshochschule zu bringen, hat sich Kreuels nun ein neues Angebot einfallen lassen: den „Kaarster Kulturfreitag“. Der Kulturfreitag soll eine feste Größe für Kaarster Bürger werden.

„In einer Zeit, die vor verschiedenen Veranstaltungen an verschiedener Terminen überquillt, können sich die Interessenten besser orientieren“, so die Meinung des Volkshochschulleiters. Dabei wird so manches Hochkarätiges geboten. Auftakt ist am Freitag, 23. November, ab 18 Uhr.

Lars Brandt, Sohn des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt, liest aus seinem neuen Buch „Andenken“. Weitere Termine: am 7. Dezember wird ein literarischer Dialog mit Professor Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann und Professor Dr. Helmut Brall-Tuchel angeboten. Am 11. Januar wird der Fantasy-Autor Wolfgang Hohlbein zu Gast im VHS-Haus sein.

Mehr Geld muss durch das erweiterte VHS-Angebot übrigens nicht in die Hand genommen werden: „Wir haben das Ziel, die Veranstaltungen im Rahmen des Kaarster Kulturfreitags durch die Einnahmen zu finanzieren“, sagt Kreuels.

Quelle: NGZ


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