Kaarst (NGZ). Kaarst 2000 Faltblätter sind gedruckt, 50 Plakate aufgehängt, 31 Klassik-Konzerte werden von den rund 15 Kaarster Chören geboten. Das umfangreiche Programm wurde am Mittwoch von Ursula Spors (Städtischer Bereich Kultur) und den beiden Kantoren Wolfgang Weber (evangelische Kirchen) und Dirk Hörsken (katholische Kirchen) vorgestellt.
„Seit ich im Jahr 1985 in Kaarst anfing, wollte ich immer schon ein Open-Air-Konzert machen“, berichtete Weber. Jetzt ist es endlich so weit: Mit den „Kaarster Nights of the Proms“ vom 22. bis 24. August wird eine Mischung aus Gospel, Musical und Rock-Oper geboten. Außerdem die Johannespassion als dramatische Fassung. „Die Open-Air-Veranstaltung wird auf dem Lindenplatz in Holzbüttgen stattfinden. Da passen ungefähr 1000 Besucher drauf“, so Wolfgang Weber.
Da stellt sich die Frage, was denn eigentlich aus „Kaarst klassix“ geworden ist. Vor drei Jahren war nämlich seitens der Wirtschaftsförderung geplant, ebenfalls eine Open-Air-Klassikveranstaltung über mehrere Tage zu bieten - ähnlich, wie nun auf dem Lindenplatz, allerdings mitten im Stadtpark.
Das Konzertprogramm
Das ausführliche Programm „Musik in Kaarster Kirchen 2008“ ist unter anderem in den Kirchen, den Kindergärten und in den beiden Rathäusern Kaarst und Büttgen kostenlos erhältlich. In dem Heft sind auch die Ansprechpartner und die Adressen aller Veranstaltungsorte aufgeführt. Voraussichtlich ab der kommenden Woche sind alle Einzelheiten rund um das Konzertprogramm auch im Internet auf der Kaarster Homepage www.kaarst.de abrufbar.
Wirtschaftsförderer Dieter Güsgen erklärte am Mittwoch auf Anfrage der NGZ: „Der Unterschied war, dass wir einen Top-Act geplant hatten - so waren Sarah Connor, Seal und Reamonn im Gespräch. Es war ein Budget von 200 000 Euro vorgesehen.“ Doch aus „Kaarst klassix“ wird vorläufig nichts: „Wir konzentrieren uns jetzt erst einmal auf Kaarst total. Im Herbst wird es die zehnte Auflage des Stadtfestes geben. Und da brauchen wir alle personellen und finanziellen Ressourcen“, so Dieter Güsgen.
Weiterer Höhepunkt des Programmes „Musik in Kaarster Kirchen“: „Am Samstag, 17. Mai, wird es erstmals ein Kaarster Chortreffen geben, bei dem auch Zuhörer eingeladen werden“, berichtet Dirk Hörsken. Dafür wird die große Dreifachhalle zur Verfügung stehen -denn immerhin zwölf Chöre werden Kostproben ihres Könnens geben. Die Schirmherrschaft hat Bürgermeister Franz-Josef Moormann übernommen.
Ein Weihnachtskonzert wie in den Vorjahren wird den Kaarstern diesmal leider nicht geboten. Hörsken erklärt den Grund: „Wir werden in St. Marien Neuss spielen.“
In Kaarst gibt es 15 Erwachsenenchöre, außerdem mindestens zehn Kinderchöre. Doch das Durchschnittsalter der Sänger steigt: „Die Mitglieder unseres ,Junger Chor der Stadt Kaarst’ haben mittlerweile ein durchschnittliches Alter von 41 Jahren erreicht“, so Hörsken. Und Weber stimmt zu: „Es ist schwer geworden, jemanden für einen längeren Zeitraum zu begeistern.“ Dabei sind die Anfordrrungen an Neumitglieder teilweise recht hoch. Im Jungen Chor zum Beispiel wird erwartet, dass Sänger vom Blatt singen und eine aussagefähige Stimme haben.
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