Kaarst (NGZ). Kaarst Kultur - in vielen Kommunen ist es ein Zuschussgeschäft, den Bürgern ansprechendes Kabarett- und Kleinkunstprogramm zu bieten. In Kaarst nicht. Denn das Programm ist so hochkarätig, dass die Stadt nicht „zubuttern“ muss. Pro Saison besuchen ungefähr 50 000 Gäste die Kulturveranstaltungen der Stadt Kaarst.
„An den Kennzeichen der Autos auf den Parkplätzen können wir sehen, dass auch viele Besucher nicht nur aus dem Rhein-Kreis, sondern auch darüber hinaus kommen“, berichtet Uschi Spors, die als Kulturmanagerin der Stadt das abwechslungsreiche Programm mit dem nötigen Fingerspitzengefühl zusammenstellt. Und das bereits seit 20 Jahren. Denn Kabarett und Kleinkunst in Kaarst feiern runden Geburtstag.
Das Programm zum „runden“ Geburtstag der Kaarster Reihe ist noch hochkarätiger, spektakulärer und vielseitiger als in den vergangenen 20 Jahren. „Zahlreiche nationale und internationale Stars der Szene geben sich in Kaarst die Klinke in die Hand“, macht Uschi Spors schon einmal neugierig.
Rafael Cortés y Grupo wird am Freitag, 9. Januar, mit einem Flamenco-Gitarrenkonzert der Extraklasse das Kaarster Geburtstagsprogramm eröffnen. Begleitet wird er von erstklassigen Musikern und Tänzern. Ein Kontrastprogramm hierzu bietet die Sixties-Band „FUN“ am 16. Januar. Sie wünscht mit einem echten Silvesterknaller „Happy New Year, Miss Sophie“.
Endlich mal abrocken können die Besucher beim Konzert der Queen Kings (7. Februar) - eine der gefragtesten Queen-Cover-Bands Europas. Die Band um Sänger Mirko Bäumer begeistert mit authentischem Sound, und sogar Bohemian Rhapsody wird live gespielt - als Tribut an Freddie Mercury. Klar, dass bei einem solchen Konzert keine Stühle aufgebaut werden - denn dem tänzerischen Bewegungsdrang der Gäste soll nichts entgegenstehen.
Als Dankeschön an das Publikum wird es zum 20. Geburtstag drei „Geburtstagsparties“ mit Publikumslieblingen und Newcomern der Szene geben. Am 13. September, 31. Oktober und 1. November gibt es für 25 Euro pro Person nicht nur einen Begrüßungssekt, „sondern auch einzigartige Zusammentreffen hochkarätiger Künstler, die unvergessliche Abende garantieren, die man in Kaarst so schnell nicht wieder erleben wird“, so Spors.
Dabei sein werden Jochen Malmsheimer und Wilfried Schmickler - Träger des deutschen Kleinkunstpreises 2009 - sowie Herr Fröhlich, der mit seinen selbst gebauten Musikinstrumenten schon bei Brunch und Dinner im Hotel Park Inn für Furore sorgte.
Weiterhin dabei: Viva Voce (eine A-cappella-Boyband), Christiane Weber & Timm Beckmann, das Erste deutsche Zwangsensemble (Philipp Weber, Mathias Tretter und Claus von Wagner), Bodo Wartke, Kai Magnus Sting, Harmony Central, Christoph Sieber sowie Rebecca Carrington & Colin Griffith-Brown.
Der runde Geburtstag ist auch der Grund, mehrere Festivals anzubieten. Los geht es mit dem New Orleans Music Festival, einer Veranstaltung für Jung und Alt (30. Januar). Das Anke Angel Boogie Trio und The Happy Feet Brass Band sowie die Kaarster Jazzgröße Rod Mason & His Hot Five mit dem Special-Guest Brenda Boykin sorgen für ein abwechslungsreiches Programm.
Atemberaubende Virtuosen, melancholische Lieder und kraftvolle Sessions gibt es beim Irish Spring 2009 - dem „Festival of Irish Folk Music“ - am 29. März zu sehen und zu hören. Ein weiterer Höhepunkt folgt am 29. Mai mit der „Celtic Super Night 2009“. Lunasa, Irlands Folk-Band Nummer eins, und die zur Weltspitze gehörenden Musiker Martin Hayes (Irish Fiddle) und Gitarrist Dennis Cahill sowie der legendäre irische Akkordeonist Mairtin O ’Connor und Sänger Iarla O ’Lionaird wollen das Forum zum kochen bringen.
Musical-Höhepunkte mit den WestEnders aus London, dem wohl besten unabhängigen Musical-Ensemble weltweit, das mit vierköpfiger Band seine gefeierte Show „The Best Musicals Ever“ am 12. Februar.
Ebenfalls für Begeisterungsstürme will Rebecca Carrington mit ihrer Show „Me and my cello“ sorgen (2. Mai und 14. November). Mit „Cello-Stand-up-Comedy“ könnte ihre Kunst passend beschrieben werden. Die Wirbelwind-Lady zaubert mit ihrem Cello das, was sonst nur Weltstar Tommy Emmanuel (19. April) mit seiner Gitarre kann. „Sie werden erleben, dass ein Cello wie ein Dudelsack klingen kann“, stimmt Uschi Spors ein.
Es gibt viele Künstler, die es immer wieder nach Kaarst ins Albert-Einstein-Forum zieht. So bleibt seit 1992 Hans Liberg der Kaarster Bühne treu, inzwischen ist er Emmy-Award-Gewinner und ein internationaler Star. Am 29. Oktober zeigt er „das Beste“ aus seiner 25-jährigen Karriere. Auch Bernd Stelter hält sein vor zwei Jahren gegebenes Versprechen und hat zum 20-Jährigen sein neues Programm „Mittendrin“. (24. und 25. Mai) im Gepäck.
Weitere große Namen im Programm, die für Qualität bürgen: Tim Fischer (21. März), Guido Cantz (10. Mai), Konrad Beikircher (23. Mai und 26. September), Jürgen Becker solo (30. Oktober) und mit Gästen (3. Dezember), Horst Schroth (24. Oktober), das Springmaus Improvisationstheater (17. Januar, 15.Mai., 21. August), die Münchner Lach- und Schießgesellschaft (27. März), die Berliner Distel (6. Juni), Dr. Stratmann (11. und 12. September), das Düsseldorfer Kom(m)ödchen (11. Dezember), Jochen Busse und Henning Venske (10. Oktober), Richard Rogler (12. Dezember), Reiner Kröhnert (13. Dezember), Dieter Hildebrandt (24.April.), Frank Goosen (26. April), Ingo Oschmann (27. September) sowie Ingo Appelt (25. September). Ihr Abschiedsprogramm zeigen Kleine & Linzenich am 20. März und 30. Mai.
Auch musikalisch hat Kaarst zum 20-Jährigen einiges zu bieten: Aus den USA stammen The Wilders. Energiewirbel Betse Ellis und ihre drei Männer zeigen den Zuschauern die echte, wilde, aber auch traurige Country-Musik am 31. Januar. Mit die gefragtesten A-cappella-Gruppen sind auf der Bühne zu erleben: Ganz Schön Feist (28. Februar), Maybebop (21. Juni) und aus dem Mutterland der A-cappella-Musik, den USA, kommen zum zweiten Mal fünf Ausnahmekünstler und begnadete Entertainer „Rockapella“ nach Kaarst (17. und 18. Mai). Ihre Show bietet Gänsehautgarantie mit den größten Hits der Popgeschichte von „Stand by me“ bis zu „Papa was a Rolling Stone“. Auch Publikumslieblinge wie Basta (23. August) und LaLeLu (18. September) sind wieder im Programm.
Geheimtipps sind einige Newcomer: Florian Schröder, Annamateur & Außensaiter, Moritz Netenjakob, Lothar Bölck, Travestie mit Ham & Egg, Zärtlichkeiten mit Freunden, René Marik und das junge Schweizer Duo Ohne Rolf, das mit einer neuen Kleinkunstform verblüfft: Sprechen heißt dort nämlich blättern.
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