Kaarst (NGZ). Nach langer Planungsphase steht sie jetzt – die "Kunst- und Denkmalroute per Rad" durch Kaarst. Broschüren über den Rundweg und die unterschiedlichen Radstationen liegen ab sofort im Rathaus aus.
Lange wurde sie angekündigt, jetzt ist sie fertiggestellt – die neue Kunst- und Denkmalroute für Radfahrer. Die Strecke durch Kaarst ist mit 300 blauen Aufklebern markiert worden und auch der langersehnte, kostenlose Radfahrführer liegt ab sofort im Kaarster Rathaus aus.
"Mit der Kunst- und Denkmalroute wollen wir alt und neu, Vergangenheit und Zukunft unter einem sportlichen Aspekt verbinden", sagt Klaus Stevens, Kulturmanager der Stadt Kaarst. Die Broschüre soll den Radfahrern dabei wichtige Informationen über die Denkmäler und Kunstwerke am Straßenrand geben.
Die Route ist in zwei Etappen, die Nord- und die Südroute, unterteilt. "Im Verlauf der Strecke kommt man mehrmals an Regio- und S-Bahnhöfen vorbei", erklärt Stevens, "dort kann man in die Route ein- und aussteigen".
Noch mehr
Rund 5000 Euro kostete die Umsetzung des Projekts "Kunst- und Denkmalroute per Rad".
Die Broschüre richtet sich vor allem an Leute von außerhalb, doch auch die Kaarster können noch einiges Wissenswertes auf der Tour durch ihre Stadt lernen.
Die südliche Strecke beginnt entsprechend an der Regiobahn-Haltestelle "Kaarster See" und führt nach einem kurzen Abschnitt durch den Vorster Wald nach Büttgen, vorbei an der Braunsmühle und zurück zum Ausgangspunkt. Die Strecke ist rund 17 Kilometer lang. Besondere Höhepunkte sind in der Broschüre eingezeichnet. So finden interessierte Radfahrer Wissenswertes über die Antoniuskapelle (Station 9) in Vorst oder den historischen Tuppenhof (Station 10). Aber auch neuere Kunstwerke wie die Raben-Plastik des Neusser Bildhauers Anatol Herzfeld sind in der Broschüre festgehalten.
"Es finden sich auch projektierte Objekte im Plan, die unter anderem noch in diesem Jahr realisiert werden sollen", sagt Stevens. Ein Beispiel dafür ist die Metallskulptur "Himmelsstürmer", die im kommenden Jahr in Büttgen aufgestellt werden soll. "Damit wollen wir den Lesern zeigen, dass sich auf der Strecke auch in den nächsten Jahren etwas tut", erklärt Markus Albiez, Gestalter der Broschüre und Inhaber einer Agentur für Texte und Mediengestaltung. Sportlichere Radfahrer können in dem Heftchen ebenfalls nachlesen, wo sie von der südlichen in die nördliche Route einsteigen können. Letztere ist rund sieben Kilometer lang.
Um den Radfahrsport in Kaarst weiter zu fördern, wird außerdem gerade über weitere Verbesserungen nachgedacht: "Es ist geplant, im kommenden Jahr eine Art ,Kulturticket' einzuführen", so Stevens. Damit sollen die Radfahrer für einen Preis von unter zehn Euro mit der Regiobahn fahren können und unterschiedliche Denkmäler, wie zum Beispiel das Museum des Tuppenhofs, besuchen können.
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