Kaarst (NGZO). Politisch gesehen war der Donnerstagabend wahrscheinlich einer der besten Tage im Leben von Christian Gaumitz – bislang jedenfalls. Seit 1998 ist der 31-jährige Jurist Mitglied der Kaarster Grünen, seit 1999 sitzt er im Rat und führt die Fraktion.
Dass Oppositionsarbeit in einer CDU-Hochburg nicht nur nicht immer leicht, sondern zuweilen auch frustrierend sein kann, weiß Gaumitz, der in Kaarst aufwuchs und zur Schule ging (Stakerseite, Albert-Einstein-Gymnasium). In angenommenen Anträgen und durchgebrachten Forderungen lässt sich der Erfolg seiner Partei tatsächlich kaum messen, dafür aber in einer stetig wachsenden Wählergunst.
Zuletzt lagen die Grünen in Kaarst bei rund 13 Prozent. "Das waren immer harte Kämpfe, die wir in den vergangenen Jahren geführt haben", sagt Gaumitz, der über das Engagement der Grünen für ein Jugendforum Gefallen an der Kommunalpolitik fand. "Ich war nie für radikale umweltpolitische Themen. Mir ging und geht es um die Bürgerbeteiligung."
Wenn es nach Christian Gaumitz geht, sollen die Kaarster, besonders die jungen, künftig stärker in wichtige Entscheidungen eingebunden werden. "Kinder und Jugendliche", sagt er, "brauchen eine ernsthafte Beteiligungschance." In Kaarst müsse man alte Strukturen aufbrechen, oder sie nach und nach herauswachsen lassen. Die Kreuz-Entscheidung sieht er als Signal.
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