Kaarst (NGZ). Kaarst Die Meinung ist deutlich und eindeutig: Einstimmig sprachen sich Montagabend die Teilnehmer der CDU-Vorstandssitzung aus, Bürgermeister Franz-Josef Moormann erneut als Bürgermeisterkandidaten aufzustellen. Damit ist die CDU die erste Kaarster Partei, die die Frage nach dem Bürgermeisterkandidaten intern gelöst hat.
„Ich habe noch lange nicht das Ende meinen beruflichen Tätigkeit erreicht“, erläuterte Moormann ge-stern, „ich will auch in Zukunft Bürgermeister aller Kaarster sein.“ Moormann räumte ein, vor seiner Entscheidung in sich gegangen zu sein und abgewogen zu haben. Doch das war wohl nur „pro forma“.
Moormann: „Natürlich hätte ich mich auch neu orientieren können. Zum Beispiel könnte ich ohne Probleme eine Anwaltszulassung bekommen oder als Rechtsberater arbeiten. Doch das würde mich nicht ausfüllen. Kaarster Bürgermeister zu sein - das ist genau das, was ich wirklich möchte.“ Auch von seiner Familie erhielt Moormann grünes Licht - da war für ihn die Sache endgültig klar.
Bürgermeisterwahl
Am Montag hat sich der CDU-Vorstand einstimmig dafür ausgesprochen, Franz-Josef Moormann ein drittes Mal als Bürgermeisterkandidaten aufzustellen. Bei der Sitzung im August werden die Mitglieder offiziell von der Entscheidung unterrichtet. Erst im November kann der formale Akt vollzogen werden und Bürgermeister Moormann offiziell CDU-Bürgermeisterkandidat werden.
Bei der jüngsten Bürgermeisterwahl hatte Moormann den Traumwert von 60 Prozent Zustimmung erhalten. Die CDU baut darauf, dass bei der Wahl im kommenden Jahr das Votum ähnlich eindeutig ausfällt. Stadtverbandsvorsitzender Lars Christoph begründet das mit einer positiven Erfolgsbilanz: „In Vorst entsteht ein neues Ortszentrum, beim neuen Gewerbegebiet Hüngert II. ist im Hintergrund schon viel erreicht, wir haben je einen Schulsozialarbeiter an allen weiterführenden Schulen installiert, die naturwissenschaftlichen Räume der Schulen wurden modernisiert, es gibt zwei neue Schulcafeterien.“
Auch von den beiden Ortsvereinsvorsitzenden bekommt Moormann Unterstützung: „Zwischen Fraktionsvorstand, Bürgermeister und Parteivorstand passt in Kaarst kein Blatt Papier. Es gibt in Kaarst keine Grevenbroicher Verhältnisse“, spielt Thorsten Schmitter, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Kaarst, auf die weniger harmonische Situation in der Nachbarkommune an. Und sein Büttgener Kollege Franjo Rademacher sagt: „Der Ausbau der Hasselstraße, das Pfarrzentrum - gerade in Holzbüttgen ist in den vergangenen Jahren viel geregelt und nicht nur geredet worden.“
Die Büttgener CDU hat zurzeit rund 240 Mitglieder, die Kaarster CDU 200. „Die Anzeigenkampagne der vergangenen Wochen hat sich schon jetzt ausgezahlt“, resümiert Rademacher. Die CDU hatte in diversen lokalen Medien mehrere Anzeigen geschaltet, um so neue Mitglieder zum Mitmachen in der CDU zu animieren. „Rund zehn Neumitglieder haben wir schon jetzt dadurch gewonnen“, meint Thorsten Schmitter. Auch Jugendliche von 18 bis 24 Jahren seien dabei gewesen.
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