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Kaarst: Neuer Verein will Stelen-Kunstweg verlängern

zuletzt aktualisiert: 08.09.2010

Kaarst (NGZ). Der Verein "Martinus-Kunstweg" ist zwar erst in Entstehung, trotzdem werden schon große Pläne geschmiedet. Jetzt kamen Mitglieder und Interessierte im Deutschen Haus zusammen. Im Wesentlichen ging es um zwei Kunststelen entlang des Martinus-Kunstweges: Das Kunstwerk von Helga Weidenmüller existiert bereits als Modell – die Künstlerin stellte ihre Arbeit vor. Die stellvertretende Vorsitzende Petra Indenhuck regte an, ein weiteres auf einer Betonstele zu platzierendes Kunstwerk von jungen Leuten gestalten zu lassen.

Die Mitglieder des neu gegründeten Vereins "Martinus-Kunstweg" trafen sich am Montag, um Pläne für die Zukunft zu schmieden.   Foto:  Stefan Büntig
Die Mitglieder des neu gegründeten Vereins "Martinus-Kunstweg" trafen sich am Montag, um Pläne für die Zukunft zu schmieden. Foto: Stefan Büntig

Herbert Comanns, der im Mai zum Vereinsvorsitzenden gewählt wurde, rief den Vereinszweck in Erinnerung: "Wir haben uns vorgenommen, zwischen der alten und der neuen Kirche Stelen zu finanzieren und das Umfeld dieser Stelen zu pflegen." Später könne der Kunstweg nach beiden Seiten verlängert werden, etwa bis zum Friedhof auf der einen und bis zur Stadtmitte auf der anderen Seite.

Doch das ist Zukunftsmusik. Greifbarer ist das Stelenprojekt von Helga Weidenmüller. Die in Neuss lebende Künstlerin nennt ihr Werk "Pilgerin". Die Gestaltung ist prägnant, ohne überflüssigen Zierrat, und auf das Wesentliche konzentriert. Die "Pilgerin" trägt eine blaue Schale. Für Helga Weidenmüller symbolisiert sie ein Energiedepot, einen Wissensspeicher, ein Sammelbecken für das Lebenselement Wasser, aber auch "jedwede Gabe, die wir von ,oben' bekommen und aus der wir alles Notwendige schöpfen". Dass die Schale wie ein Boot anmutet, ist gewollt: Die Künstlerin sieht darin "ein mögliches Gefährt für die letzte unserer Reisen". Die "Pilgerin" sei zudem Gebende und Nehmende in einer Person.

Helga Weidenmüller überzeugte mit ihrer Präsentation. Die Metallskulptur ist möglicherweise schon zu St. Martin fertig. Es werden jedoch noch Sponsoren gesucht. Petra Indenhuck schlug vor, eine weitere Stele im Alten Dorf mit einer Arbeit junger Kaarster Künstler zu besetzen. Helmut Blochwitz, der gemeinsam mit Martel Wiegand das Stelenprojekt in der Stadtmitte initiiert hat, findet die Idee gut. "Letztendlich kommt es jedoch darauf an, dass das Objekt überzeugend ist."

Quelle: NGZ


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