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Kaarst: „Opas Hausaufgaben sind tot“

VON CHRISTOPH PÜTZ - zuletzt aktualisiert: 16.06.2008 - 21:29

Kaarst (NGZ). Kaarst „Ich habe gesucht und gesucht - aber ich habe keine muttersprachliche Lehrerin finden können.“ So beschreibt die stellvertretende VHS-Leiterin Mary Bianchi die schwierige Personallage. Es ist nämlich in Deutschland finanziell unattraktiv geworden, als Fremdsprachenlehrer stundenweise zu arbeiten - „im Gegensatz zu England und Frankreich“ - wie Bianchi betont.

VHS-Verbandsvorsteher Heinz Dieter Vogt (r.) rührt kräftig die Werbetrommel; 
versucht sogar, der Statue am Eingang des VHS-Gebäudes das neue Programm schmackhaft 
zu machen. Unterstützt wird er von VHS-Leiter Karl-Heinz Kreuels und Mary Bianchi. Foto: NGZ
VHS-Verbandsvorsteher Heinz Dieter Vogt (r.) rührt kräftig die Werbetrommel; versucht sogar, der Statue am Eingang des VHS-Gebäudes das neue Programm schmackhaft zu machen. Unterstützt wird er von VHS-Leiter Karl-Heinz Kreuels und Mary Bianchi. Foto: NGZ

Die Folge: „Als bundesweit erste VHS kooperieren wir mit einer privaten Sprachschule“, erläutert die stellvertretende VHS-Leiterin. Ein Großteil des Unterrichtes und der Betreuung findet nicht in der Schule in Düsseldorf, sondern über das Internet statt: „Täglich und individuell zugeschnitten werden die Teilnehmer ihre Aufgaben bekommen. Opas Hausaufgaben sind tot.“

Eine weitere Neuerung: Die „Junge VHS“ wird weiter ausgebaut. Sie erhält einen eigenen Fachbereich - gemeinsam mit dem Bereich „Familie“. Gerade jüngere Menschen haben in den vergangenen Jahren den Weg zur VHS gefunden. Das belegen Zahlen: „Als vor acht Jahren zum ersten Mal Kurse der Jungen VHS angeboten wurden, gab es 72 Teilnehmer“so die pädagogische Mitarbeiterin Elvira Schwerdtfeger. Die Zahlen sind kontinuierlich gestiegen: im zweiten Semester 2007 auf 408 Teilnehmer, im ersten Semester 2008 sogar auf 562 Teilnehmer. „Vor allem die Crash-Kurse zum Beispiel in Englisch und Latein haben sehr viele Interessenten angezogen“, so Schwerdtfeger. Es hat aber im ersten Semester dieses Jahres auch 17 ganz neue Veranstaltungen der Jungen VHS gegeben - zum Beispiel die „Schokoladenwerkstatt“. Das hat weitere Jüngere an die VHS gebunden.

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Ab sofort ist es möglich, sich persönlich und schriftlich anzumelden. Eine persönliche Anmeldung ist montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr in der VHS-Geschäftsstelle Kaarst möglich; zusätzlich donnerstags 14 bis 17 Uhr. Für die schriftliche Anmeldung sind Anmeldekarten in jedes Programmheft eingebunden. Schriftliche Anmeldungen sind auch per Fax möglich an die Nummer 0 21 31 / 96 39 49. Oder übers Internet: www.vhs-kaarst-korschenbroich.de; formlos außerdem auch über E-mail an die Adresse e.hohmann@vhs-kaarst-korschenbroich.de.

Natürlich wird in der VHS auch weiterhin das „klassische“ Programm gefahren. Sprachkurse, Kochkurse, Computerkurse und jede Menge weitere Angebote können gewählt werden. Die EDV-Räume sind neu gestaltet worden, laden zum „Bildungs-Check“, bei dem ganze Firmen mit bis zu 250 Mitarbeitern sich anmelden können. „EDV-Weiterbildung auf Bestellung“ - so nennt der Zuständige Mitarbeiter Dr. Michael Bau das Angebot.

Eröffnungsveranstaltung des neuen Semesters ist Dienstag, 26. August, 20 Uhr in der Rathausgalerie. Zu diesem Termin ist Professor Dr. Peter Eigen geladen. Sein Thema: Die internationale Korruptionsbekämpfung. Darf sich ein Beamter auf einen Kaffee einladen lassen, oder gilt das schon als Korruption? Das ist eine der eher harmloseren Fragen, über die dann in der Rathausgalerie gesprochen wird.

Rund eine Million Euro stehen für die Arbeit der VHS zur Verfügung. „Die Gebühren bleiben konstant“, betont Heinz Dieter Vogt. Hinter den aktuellen VHS-Zahlen stehen insgesamt rund 300 längerfristige Bildungsmaßnahmen - das heißt, Kurse, die in der Regel über das ganze Semester laufen. Zusätzlich werden 221 Seminare, 60 Einzelveranstaltungen (Vorträge und ähnliches), 20 Exkursionen/Studienreisen angeboten. Das Angebot wurde erstellt und wird betreut von fünf hauptberuflichen pädagogischen Mitarbeitern und fünf hauptberuflichen Verwaltungsmitarbeitern. Die Realisierung des gesamten Angebotes liegt in den Händen von zirka 200 nebenamtlichen pädagogischen Mitarbeitern als Kursusleiter, Referenten sowie Reiseleitern.

Quelle: NGZ


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