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Kaarst: Planen fürs Bundesschützenfest

VON RUDOLF BARNHOLT - zuletzt aktualisiert: 09.04.2010 - 21:35

Kaarst (NGZ). Im September 2015 werden 30.000 Schützen aus den Diözesen Köln, Trier, Münster, Aachen, Essen und Paderborn in Büttgen erwartet. Bei der Organisation bieten die Kaarster St. Sebastianer den Büttgenern ihre Hilfe an.

Info

Termine 2010

Nach 1955, 1980 und 2006 findet das Bundesschützenfest zum vierten Mal im Rhein-Kreis Neuss statt.

Der Bundesköniginnentag wird in diesem Jahr vom 14. bis zum 16. Mai in Rietberg gefeiert.

Das Bundesfest 2010 findet vom 17. bis zum 19. September in Vechta statt. Die Jungschützen treffen sich im Oktober in Zülpich.

Wer 600 Jahre alt wird, möchte seinen Geburtstag am liebsten ganz groß feiern – am besten mit rund 30.000 Gästen. Die Büttgener St. Sebastianer existieren 2015 genau 600 Jahre. Sie bereiten sich schon jetzt auf ein Großereignis vor, das dann in ihrem Dorf stattfinden wird: das Bundesschützenfest.

Eigentlich hatte ja alles eine Nummer kleiner werden sollen: "Wir wollten den Bundesköniginnentag nach Büttgen holen", sagt Brudermeister Ludger Heintz (55). Dann habe der in Korschenbroich lebende Geschäftsführer des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften den Büttgenern jedoch die Ausrichtung des Bundesschützenfestes schmackhaft gemacht. Um ein Meinungsbild einzuholen, hatte es im November eine außerordentliche Mitgliederversammlung gegeben. Ergebnis: Die Büttgener Schützen wollen, dass das Bundesschützenfest nach Büttgen kommt.

Die erste Hürde war genommen. Nachdem Bürgermeister Franz-Josef Moormann, der Bezirksverband und auch der Diözesanverband zugestimmt hatten, war der Stellvertretende Brudermeister Siegfried Hämel im März zum Präsidium des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften nach Leverkusen gereist. Im Gepäck hatte er eine von Ludger Heintz erarbeitete Powerpoint-Präsentation mit Informationen über Büttgen, vor allem aber über die Bruderschaft. Eine Woche später dann grünes Licht aus Leverkusen.

Fest steht: Voraussichtlich am dritten Septemberwochenende des Jahres 2015 werden rund 30.000 Schützen aus den Diözesen Köln, Trier, Münster, Aachen, Essen und Paderborn nach Büttgen kommen. Ludger Heintz will die enorme organisatorische Leistung durch Arbeitskreise bewältigen. Wertvolle "Schützenhilfe" im wahrsten Sinne des Wortes kommt von jenseits des Nordkanals: Claus Schiffer, Präsident der Kaarster St. Sebastianer, freut sich, dass es nach 2006 erneut ein Bundesschützenfest im Stadtgebiet geben wird.

Er hatte das Großereignis vor vier Jahren maßgeblich organisiert und bietet den Büttgenern jetzt seine Hilfe an: "Die müssen ja das Rad jetzt nicht neu erfinden. Es gab bereits Gespräche, ich habe angeboten, der Büttgener Bruderschaft alle Unterlagen über die Organisation des Bundesschützenfestes zu überlassen."

Die Kaarster hatten für die Vorbereitungen lediglich drei Jahre Zeit. Sie bildeten elf Arbeitskreise. "Das Verkehrslenkungskonzept war die wohl größte Herausforderung", sagt Schiffer rückblickend.

Ebenfalls von herausragender Bedeutung ist die Planung der beiden Abendveranstaltungen. Hat sich die Mühe gelohnt? "Auf jeden Fall", sagt Schiffer. "Die Organisation des Bundesschützenfestes hat unsere Bruderschaft noch mehr zusammengeschweißt, außerdem bedeutet das Fest einen Imagegewinn für die Stadt."

Quelle: NGZ


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