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Kaarst: Planung für Maubisstraße beschlossen

VON JULIA HAGENACKER - zuletzt aktualisiert: 28.01.2012

Kaarst (NGZ). Mit der Festlegung städtebaulicher Leitziele für den Bereich "Rathausstraße/Maubisstraße" haben Rat und Planungsausschuss einen weiteren Schritt in Richtung "Zusammenwachsen" von neuer Mitte und alten Dorfkern getan. Bäcker Hermann-Josef Schop möchte sein Grundstück bebauen.

Das rund 3000 Quadratmeter große Grundstück hinter seiner Bäckerei will Hermann-Josef Schop seit Jahren bebauen.  Foto:  Lothar Berns
Das rund 3000 Quadratmeter große Grundstück hinter seiner Bäckerei will Hermann-Josef Schop seit Jahren bebauen. Foto: Lothar Berns

Wer von der Kaarster Ortsmitte als "dem Herzen von Kaarst" spricht, muss auch sagen: Eine Herzkammer ist schlecht durchblutet momentan. Seit dem Bau des neuen Rathauses und der Rathaus-Arkaden am Neumarkt Mitte der 1990er Jahre macht sich die Politik Gedanken darüber, wie sich der alte, "blutärmere" Dorfkern rund um den Kreuzungsbereich Friedensstraße/Maubisstraße/Neusser Straße/Mittelstraße mit der neuen "pulsierenden" Mitte städtebaulich verbinden lässt. Ideen dafür gibt es viele. Jetzt haben Planungsausschuss und Rat mit der Festlegung städtebaulicher Leitziele für den Bereich "Rathausstraße/Maubisstraße" einen weiteren Schritt in Richtung "Zusammenwachsen" getan.

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Pläne

In dem neuen Komplex an der Maubisstraße könnten rund 400 Quadratmeter Ladenflächen entstehen.

Für seine Bäckerei und sein Café braucht Hermann-Josef Schop etwa 150 Quadratmeter.

Ursprünglich hatte der Konditormeister mal geplant, eine verklinkerte Halle zu errichten, war aber bei der Stadt damit gescheitert.

Die Leitziele sollen helfen, einen der Stadt bereits vorliegenden Bauantrag zu konkretisieren. Bäckermeister Hermann-Josef Schop möchte seinem knapp 3000 Quadratmeter großen Grundstück an der Maubisstraße seit Jahren mit einem Wohn- und Geschäftskomplex neue Gestalt verleihen. 2010 lobte er dafür sogar auf eigene Faust einen Architektenwettbewerb aus. Danach könnten auf dem Areal irgendwann zwei Baukörper – unter Einbeziehung der Martinuskirche – entstehen, mit Café und einem kleinen, gemütlichen Platz. Die grundsätzliche "Einleitung der städtebaulichen Entwicklung unter Berücksichtigung der gegebenen Eigentumsverhältnisse" hat die Politik jetzt einstimmig abgenickt.

Festgelegt haben Rat und Planungsausschuss auch eine "Höhenentwicklung, die sich von ihrem Erscheinungsbild an der im nördlichen Bereich des Plangebietes vorhandenen Bebauung" – also im Bereich Friedensstraße – orientiert. Der Straßenraum der Maubisstraße soll neu gestaltet und deshalb auf mindestens 18 Meter aufgeweitet werden soll. Auf jeden Fall bestehen bleibt im nördlichen Bereich das Kriegerdenkmal samt vorhandenem Grün und Baumbestand (Linden).

Zur Bewältigung des bereits vorhandenen und neu entstehenden Parkplatzbedarfs innerhalb des Plangebietes soll ein Parkraumkonzept erarbeitet werden. Entschieden wurde außerdem der Lückenschluss des Nord-/Südgrünzuges zwischen Friedens- und Matthias-Claudius-Straße. Das grundsätzliche Ziel lautet: generelle Gestaltung und Aufwertung des öffentlichen Raums.

Bereits 2005 war ein Bebauungsplan für den Bereich "Rathausstraße/Maubisstraße" in Kraft getreten, der allerdings 2009 vom Oberverwaltungsgericht NRW gekippt wurde. Anfang 2011 wurde deshalb ein neues Bauleitplanverfahren eingeleitet. Der neue Plan basiert in wesentlichen Teilen auf dem für unwirksam Erklärten. Die Planungskonzeption, sagt Bürgermeister Franz-Josef Moormann, beruhte bereits seinerzeit auf legitimen städtebaulichen Zielen. Das habe das Oberverwaltungsgericht auch so bestätigt.

Quelle: NGZ


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