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Kaarst: Schumi-Comeback weckt Erinnerungen

VON MARCO PESCH - zuletzt aktualisiert: 12.03.2010 - 21:48

Kaarst (NGZ). An diesem Wochenende verfolgt Otto Rensing die Formel 1 vom heimischen Sessel aus noch intensiver als sonst. Denn in Dubai feiert Rensings großer Rivale vom Ende der 80er Jahre sein Comeback: Michael Schumacher. Mit "Schumi" hatte er damals um einen Platz in der Formel 1 gestritten. Rensing hatte auf Schumachers Hausstrecke in Kerpen alle Rundenrekorde gehalten, bis Schumi kam.

Otto Rensing vor Schumi (r.) und sich selbst als Pappkameraden.   Foto:  Pesch
Otto Rensing vor Schumi (r.) und sich selbst als Pappkameraden. Foto: Pesch

"Wir waren einmal gemeinsam auf der Titelseite der Auto-Bild", erinnert sich Rensing, der zuletzt 15 Jahre lang die wohl erfolgreichste deutsche Indoor-Kartbahn in Kaarst betrieben und vor kurzem verkauft hat. "In der Überschrift hieß es damals: ´Michael Schumacher: Der Sieg führt nur über Otto Rensing´." Beide fuhren damals gemeinsam in der Formel 3, am Ende wurde Rensing Vizemeister, Schumacher stand ganz oben auf dem Treppchen.

Auch wenn er damals lieber Erster geworden wäre – heute blickt der 48jährige ohne Groll zurück auf die gemeinsame Rennsport-Vergangenheit mit dem größten Champion aller Zeiten. "Schnell waren wir beide, aber dieser Kerl ist einzigartig. Der hatte im entscheidenden Moment immer das nötige Quäntchen Glück, das Fortune, was anderen fehlte. Deshalb ist er ein Phänomen." Schumachers heutige Konkurrenten, wie etwa Vettel, Alonso, Glock oder Massa – alle seien in der Lage, schnelle Runden zu fahren – Schumacher aber sei einen Tick besser.

Das Comeback von Schumacher nötigt Rensing Respekt ab. "Er macht nach wie vor einen sehr guten Eindruck. Wir haben uns zuletzt vor einigen Wochen auf seiner Kartbahn in Kerpen getroffen. Schumi ist dort gefahren unter anderem gegen Sebastian Vettel. Jedem, der ihn unterschätzt sage ich: Ihr könnt Euch warm anziehen", ist Rensing nach wie vor vom Können und der Schnelligkeit Schumachers überzeugt. Den Kerpener mag er derweil nicht nur als Sportler, sondern auch als Menschen. "Das ist ein ganz normaler Junge, der im Fernsehen schon mal etwas hölzern oder einstudiert rüberkommt. Ich kenne ihn anders."

Otto Rensing selbst juckt es offenbar ebenfalls in den Rennfahrer-Fingern juckt. "Ganz ehrlich und ohne Witz: Ich würde zu einem Comeback auch nicht nein sagen", sagt er.

Quelle: NGZ


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