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Kaarst: Sieben Fakten zum Tag des deutschen Apfels

VON JAN DREBES - zuletzt aktualisiert: 11.01.2011

Kaarst (NGZ). Heute ist der Tag des Apfels. Grund genug, brauchbare Apfel-Fakten zu vermitteln. Dabei hilft der Holzbüttgener Apfelbauer Franz-Josef Küppers.

Apfelbauer Franz-Josef Küppers aus Holzbüttgen weiß alles, was man über rundlichen Früchte wissen muss.   Foto:  Lothar Berns
Apfelbauer Franz-Josef Küppers aus Holzbüttgen weiß alles, was man über rundlichen Früchte wissen muss. Foto: Lothar Berns

Name Apfel heißt im Lateinischen "Malum", was auch mit Übel, böse oder schlecht übersetzt wird.

bibel Die lateinische Übersetzung lässt darauf schließen, dass sich die Legende verselbstständigt hat, bei der vergifteten Frucht, die Adam und Eva aßen und aus dem Paradies ausgeschlossen wurden, müsse es sich um einen Apfel gehandelt haben. Denn Gottesdienste wurden einst nur in lateinischer Sprache gehalten und ein Apfel wird in dem Zusammenhang in der Bibel nicht explizit erwähnt.

sorten Landwirt Franz-Josef Küppers baut in der Winterzeit die Züchtungen Elstar, Braeburn und Jonagold an. Äpfel können also das ganze Jahr über angebaut werden.

frauen- und Männeräpfel? Welche Sorte bevorzugen Frauen, welche Männer? Der Apfelexperte Küppers ist vorsichtig: "Das ist Geschmacksache." Aber er habe beobachtet, dass Frauen saure Äpfel bevorzugen, und Männern die süßen Exemplare besser schmecken. Gala, Jonagold und Fuji sind also Männeräpfel, Topas, Elster und Boskop mögen Frauen lieber.

kerngehäuse Daran scheiden sich die Geister: Wird das Kerngehäuse mitgegessen? Ja, sagt Franz-Josef Küppers. "Ich esse alles, außer den Stil. Der dient nur als Griff." Für ihn schmecken die zunächst bitteren Kerne sogar nach Marzipan, wenn er nur lange genug darauf herumkaut. Das überzeuge selbst Kinder, alles mitzuessen, meint Küppers.

schiller Auch Dichter und Denker Friedrich Schiller liebte Äpfel. Allerdings in gammeligem Zustand. Sein Freund Johann Wolfgang von Goethe entdeckte einmal in Schillers Schreibtischschublade faulende Äpfel. Ihm wurde erklärt, dass der den Geruch brauche, um arbeiten zu können.

Droge Den Geruch mögen laut Küppers auch Wildschweine. Das nutzen Jäger aus, die damit die Tiere locken. Der Alkoholgehalt in den gehrenden Äpfeln erleichtere dann die Jagd auf die angeschwipsten Schweine.

Quelle: NGZ


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