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Kaarst: Stadt verstärkt Jugendschutz

VON RUDOLF BARNHOLT - zuletzt aktualisiert: 01.09.2010 - 13:21

Kaarst (NGZ). Am "Kaarst Total"-Wochenende soll gezielt auf den Alkoholkonsum von Jugendlichen geachtet werden. Von der Caritas geschulte Jugendliche klären Gleichaltrige über die Gefahren auf.

Die beste Aussicht auf das Feuerwerk von "Kaarst Total" gibt es bei Michael Weege von der Caritas Fachambulanz Suchtkrankenhilfe und seinem Team: Die sogenannte "Youth Area" an der La-Madeleine-Allee am Stadtpark im Herzen von Kaarst ist aber nur etwas für Jugendliche und junge Erwachsene, die auf Alkohol beim Feiern verzichten. "Komm gucken" steht auf den Karten, mit denen das Angebot der Caritas während des Stadtfestes beworben wird.

Was erwartet interessierte Kinder und Jugendliche dort am Samstag von 18 bis 22 Uhr und am Sonntag von 18 bis voraussichtlich 22 Uhr? Cocktails, selbstverständlich alkoholfrei, Musikvideos, Wii-Spiele und ein Quiz, dessen Fragen sich um den Alkoholkonsum drehen. In der sogenannten Chill-Area mit dicken, gemütlichen Sitzsäcken können aber auch junge Besucher verschnaufen, die bereits alkoholische Getränke zu sich genommen haben. Unangenehme Standpauken haben sie von Weege nicht zu befürchten. Der 44-Jährige geht subtiler an seine Aufgabe – den Jugendschutz – heran.

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Die U16-Party

Als Teil eines Präventionskonzeptes veranstaltet das Jugendamt der Stadt Kaarst in Zusammenarbeit mit vielen Freiwilligen am Freitag vor "Kaarst Total" eine Party für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren im Albert-Einstein-Forum.

Bei der U16-Party wird kein Alkohol ausgeschenkt.

Seine größte Hilfe sind die sogenannten Peers. Das sind Jugendliche, die für die Thematik geschult wurden und die Sprache der Jugendlichen, die Weege erreichen möchte, sprechen. "Wir sagen nicht einfach, die Jugendlichen sollten mit dem Trinken aufhören, sondern geben zu bedenken, dass die Besucher mit weniger Alkohol einfach mehr vom Fest mitbekommen", umreißt Michael Weege die Kommunikationsstrategie. Eine strategische Entscheidung war es auch, den Standort von der Wiese neben St. Martinus Richtung Stadtpark zu verlagern – dorthin, wo die Jugendlichen sich besonders heimisch fühlen. Martina Bläser, im Stadtjugendamt für Jugendschutz zuständig, ist glücklich über die Kooperation mit der Caritas. Sie beobachtet immer wieder, dass bei Festen wie "Kaarst Total" selten extrem junge Betrunkene aufgegriffen werden. Auch gehe der Trend weg von Wodka- und Biermixgetränken, sagt sie.

Überhaupt kein Alkohol wird auf der U16-Party im Albert-Einstein-Forum am kommenden Freitag ab 18 Uhr ausgeschenkt. Langweilig wird es dort trotzdem nicht, dafür sorgen alkoholfreie Cocktails, Softdrinks und Snacks sowie Musik, die DJ Sascha Loquin auflegen wird. Musikwünsche können bereits übers Internet (www.sjr-kaarst.de/u16/) "in Auftrag" gegeben werden. Karten gibt es im Vorverkauf für zwei und an der Abendkasse für drei Euro.

Quelle: NGZ


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