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Kaarst: Stadt verteidigt Einsatz von Sicherheitsdienst

zuletzt aktualisiert: 16.09.2010

Kaarst (NGZ). Die Stadtverwaltung hat auf die Kritik der Kaarster Grünen in Bezug auf den seit August eingesetzten Sicherheitsdienst im Kaarster Stadtpark reagiert. Die Grünen fordern unter anderem eine Offenlegung der Einsatzzeiten. Die Stadt hält das für nicht sinnvoll.

Sind ein gutes Team: Stephan Adams vom Bereich Ordnungsangelegenheiten und Tristan Koehn vom Sicherheitsdienst Freestage.   Foto:  Stadt Kaarst
Sind ein gutes Team: Stephan Adams vom Bereich Ordnungsangelegenheiten und Tristan Koehn vom Sicherheitsdienst Freestage. Foto: Stadt Kaarst

Nach der Entscheidung des Stadtrates zur Beauftragung eines privaten Sicherheitsdienstes für Streifengänge auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen im Stadtgebiet, insbesondere im Stadtpark, habe es ein umfangreiches Auswahlverfahren gegeben, heißt es.

Beauftragt wurde am Ende die Firma Freestage. Seit dem 21. August gehen die Mitarbeiter Streife. Ein wesentliches Kriterium bei der Entscheidung seien kurze Reaktionszeiten gewesen, um je nach Wetter und Begleitumständen kurzfristig Streifendienste anfordern oder auch absagen zu können, sagt die Verwaltung. Dabei sei kein starrer Einsatzplan gewollt, sondern gerade eine möglichst flexible Einstellung auf aktuelle Anforderungen, gerade auch dann, wenn die Außendienstmitarbeiter des Bereiches Ordnungsangelegenheiten an ihre personellen Grenzen stießen.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Anbieterauswahl, heißt es, sei der Nachweis über bereits erfolgreich umgesetzte, vergleichbare Streifendienste und die erforderliche Qualifikation der eingesetzten Mitarbeiter gewesen. Denn gerade das Auftreten, das im Allgemeinen mit dem Begriff "Schwarze Sheriffs" verbunden werde, sei von der Verwaltung ausdrücklich nicht gewünscht.

Offiziell soll der Sicherheitsdienst auch nicht nur durch Präsens für Ordnung sorgen, sondern gleichzeitig Missstände – zum Beispiel Verschmutzungen – dokumentieren, damit diese verwaltungsintern kurzfristig beseitigt werden können.

Selber aktiv werden dürfen die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes zwar nicht. Sie sprechen Störenfriede oder Sachbeschädiger aber an und rufen notfalls die Polizei. Mit einer – von den Grünen vorgeworfenen – "Kriminalisierung" von Jugendlichen, die ihre Freizeit im Stadtpark verbrächten, habe das nichts zu tun, sagt die Stadt.

Quelle: NGZ


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