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Kaarst: Stipendium für Planspiel im Bundestag

zuletzt aktualisiert: 02.06.2010 - 11:43

Kaarst (NGZ). Mit dem Namenszusatz "die Tochter von " lebt Britta Moormann (18) jetzt seit gut zehn Jahren – seit ihr Vater Franz-Josef Moormann (CDU) in Kaarst Bürgermeister ist. Jetzt hat die 18-Jährige ein Stipendium für einen viertägigen Berlin-Aufenthalt bekommen.

Britta Moormann macht gerade Abitur.   Foto:  Lothar Berns
Britta Moormann macht gerade Abitur. Foto: Lothar Berns

Auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling wird sie vom 5. bis zum 8. Juni am Programm "Jugend und Parlament" teilnehmen.

Die Stimmen, die sagen: "Na klar, das hat der Papa geregelt", hat die Abiturientin jetzt schon im Ohr. Meistens reagiert sie darauf mit einem Schulterzucken. Britta Moormann weiß nämlich genau, wer sie ist, was sie will und was sie kann. Von der Ausschreibung für das Berlin-Projekt zum Beispiel hat sie aus der NGZ erfahren. "Politik", sagt Moormann, "ist einfach eine Sache, die mich interessiert. Ich bin eine junge Frau und lebe in einem Land, in dem ich die Möglichkeit habe, mich als solche zu engagieren. Irgendwann hab' ich mich gefragt: Warum tust Du's dann nicht?"

Seit zwei Jahren ist die 18-Jährige Mitglied in der Jungen Union. "Als Neumitglieder-Beauftragte", sagt sie lachend, "habe ich sogar eine eigene Funktion."

Britta Moormann möchte demnächst gerne Sprachen studieren. Und für eine Nachwuchs-Politikerin ist ein Abgeordneten-Planspiel jedenfalls kein schlechter Test. Vier Tage lang wird die 18-Jährige das Umfeld und die Arbeit im Deutschen Bundestag erleben. 312 Jugendliche aus ganz Deutschland werden in die Rollen fiktiver Abgeordneter schlüpfen.

Mit neuem Namen, neuer Biografie und neuer politischer Gesinnung ausgestattet sollen sie Gesetzesentwürfe durch das Gesetzgebungsverfahren bringen. "Ich glaube, dass das eine tolle Erfahrung wird", sagt Moormann. "Mal jemand anderes zu sein, anders zu denken und entsprechend zu argumentieren – das ist schon eine Herausforderung. Tochter sein alleine hilft einem da nicht."

Quelle: NGZ


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