Kaarst (NGZ). Das Ziel "Baubeginn November" könnte doch noch erreicht werden. Am Mittwoch hat der Haupt-, Wirtschafts- und Finanzausschuss (HWFA) die zuvor im Arbeitskreis (AK) Dreifachturnhalle beratene geänderte Entwurfsplanung für die neue Sporthalle an der Pestalozzistraße mehrheitlich beschlossen. Die neue Planung beinhaltet unter anderem eine Verringerung der Kubatur der Halle im Bereich des Foyers, der Gänge und der Nebenräume. Die drei Hauptgewerke Rohbau, Stahlbau und Dach sollen möglichst schnell in Auftrag gegeben werden. Um Kosten zu sparen, werden Teile des Abbruchmaterials für den Unterbau des neuen Gebäudes wiederverwertet.
Der gefasste Beschluss betrifft zunächst alle unaufschiebbaren, für die Einhaltung des Baubeginns wichtigen Sparmaßnahmen beim Neubau. Über weitere Details bei der technischen Ausstattung, zum Beispiel über Beibehaltung oder Entfall einer Wärmepumpe, einer Solaranlage für die Warmwasseraufbereitung oder einer Stiefelwaschanlage, soll der AK Dreifachturnhalle in den nächsten Wochen beraten und die Ergebnisse erneut dem HWFA vorlegen.
4,15 Millionen Euro sind insgesamt für den Abriss der alten und den Bau der neuen Halle im Haushalt vorgesehen. Weil auf die vom Rat beschlossene Teilfunktionalausschreibung für den Neubau nur fünf Unternehmer konkrete Angebote abgaben, die wiederum alle über dem zuvor festgesetzten Neubau-Budget lagen, wurde die Teilfunktionalausschreibung aufgehoben und eine neue gewerkeweise Ausschreibung beschlossen. Rund 600 000 Euro müssen im Vergleich zur ursprünglichen Planung eingespart werden.
Die Grünen, die wie die SPD eine hochwertige technische Ausstattung fordern, stimmten im HWFA gegen die geänderte Entwurfsplanung. Fraktionschef Christian Gaumitz: "Wir sind der Meinung, dass dieses Projekt finanziell langfristig aus dem Ruder läuft, vor allem, was die Betriebs- und Folgekosten betrifft." Über die Frage, ob ein externer Controller zur Steuerung der Baumaßnahmen eingesetzt wird, soll in den Fraktionen beraten und im Rat am kommenden Donnerstag entschieden werden.
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