Kaarst (NGZ). Vorster Schützen im Glück: Ihr großes Fest ist ein voller Erfolg. Alle Veranstaltungen, selbst die Messe am Sonntag Vormittag, waren sehr gut besucht. Gleichzeitig erlebte der neue Festplatz in der Ortsmitte seine Premiere.
Besonders froh sind die Schützen darüber, dass Bürgermeister Franz-Josef Moormann sein Versprechen, der Festplatz werde rechtzeitig fertig sein, eingelöst hat. War das ein Gefühl, als das Regiment zum ersten Mal ins Zelt einzog: Die Schützen marschierten über einen frisch gepflasterten Platz, kein Matsch, kein Schotter, keine Pfützen mehr, einfach toll. Dazu das Licht der Laternen, so dass die Schützen auch nachts nicht mehr im Dunklen herumtappen muss.
Im Festzelt feierten am Samstag Abend 2000 Menschen. Vor dem Zelt war das Gedränge groß – als gäbe es etwas umsonst. Am Samstag Nachmittag war das der Fall gewesen: Nachdem Schießmeister Willi Crombach mit jeder Menge Schall und Rauch unüberhörbar das Schützenfest eingeböllert hatte, eröffnete Brudermeister Thomas Schröder mit dem Fassanstich den Festplatz.
Weit über 200 Kinder, die Eltern oder Großeltern im Schlepptau, ließen sich ein Lebkuchenherz schenken und Chips für die Karussells. Worum andere Bruderschaften die Vorster beneiden dürften: Die Schausteller stehen in Vorst Schlange, um ihren Verkaufswagen oder ihr Karussell aufbauen zu dürfen.
Orden für verdiente Bruderschaftler in Vorst
Das Silberne Verdienstkreuz bekamen Manfred Schwirn, Ralf Stemann, Thomas Rheinbold, Bernhard Winkel, Thomas Ewert, Michael Heimes, Toni Küppers, Norbert Knappe und Gert Sampers verliehen. Über den Hohen Bruderschaftsorden freuten sich Franz Famulla, Guido Spahn, Franz-Peter Jungbluth und Reiner Jülich. Die beiden neuen Träger des St. Sebstianus-Ehrenkreuzes heißen Markus Hannen und Horst Frassek. Die Ehrentafel der St. Eustachius-Schützenbruderschaft erhielten Horst Jung, Theo Kaumanns und Heinz Vontz. Den Jugend-Verdienstorden in Silber ging an Mark Daschner und Martin Dittner. Über den Jugend-Verdienstorden in Bronze freute sich Michael Mertens.
596 Vorster Schützen sollten mitmarschieren – mit Edelknaben, Gästen und Musikern war ein Festzug, bestehend aus 940 Menschen zusammen gekommen. Einer fehlte, für ihn wurde eine Gedenkminute eingelegt: Ein erst 51 Jahre alter Schütze war in der Nacht zu Samstag gestorben. Die Witwe fand am Samstag Abend den Weg ins Zelt, unzählige Menschen versuchten, Trost zu spenden.
Schützenkönig Karl-Heinz IV. Patry und Königin Gabi genossen jede Minute ihrer Regentschaft – und die ist noch nicht vorbei. Am Montag steht um 9 Uhr ein Ökumenischer Gottesdienst auf dem Programm, dann der Frühschoppen und anschließend das Königsvogelschießen. Dieter Wimmers, Pressesprecher der Vorster Schützen, geht fest davon aus, dass die Bruderschaft einen neuen Schützenkönig finden wird. Um 18 Uhr gibt es dann am Montag eine Festparade, abends wird der Nachfolger von Jungschützenkönig Pierre Orgas im Zelt gekrönt – es spielt "Sound Convoy". Am Dienstag ist um 18.15 Uhr die letzte Königsparade zu sehen, ab 20 Uhr dann im Zelt Stimmung pur beim Krönungsball.
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