kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
Kommentare ()

Kaarst: Wildes Parken wird verhindert

VON RUDOLF BARNHOLT - zuletzt aktualisiert: 15.02.2007 - 21:32

Kaarst (NGZ). Der Lindenplatz in Holzbüttgen soll attraktiver werden. Der Planungsausschuss hat nun das Parken auf dem zur Kirche hin liegenden Teil des Platzes ausgeschlossen: Dort soll eine Fußgänger- und Radfahrerzone entstehen.

Info
Lindenplatz
Seit Mitte der 90-er Jahre war die Umgestaltung des Lindenplatzes in Holzbüttgen ein Dauerthema in den Fachausschüssen gewesen. Die bauliche Umsetzung erfolgte 1998/99. Die 2500 Quadratmeter große Fläche war für insgesamt rund 350 000 Euro neu gestaltet worden, nicht zuletzt, um den Platzcharakter stärker hervorzuheben.
Es erfolgte eine Zweiteilung: Ein Teil mit rund 27 Parkplätzen, der andere sollte
Aufenthaltsqualität bieten und nicht zum Abstellen von Fahrzeugen dienen.

Holzbüttgen Der zweite, zur Kirche hin liegende Teil des Lindenplatzes in Holzbüttgen soll nicht länger als Parkplatz genutzt werden dürfen. Das ist ein Ergebnis des Planungs- und Verkehrsausschusses. Dazu ist jedoch noch eine Entwidmung der Flächen erforderlich, gegen die die Anwohner Bedenken vorbringen dürfen.

Außerdem soll es einen Ortstermin geben. Die Zufahrt zu dem heilpädagogischen Kindergarten soll auch weiterhin möglich sein. Um die Attraktivität des an die Nordkanalallee angrenzenden Teils des Lindenplatzes zu erhöhen, werden die üppigen Rohre, die die Bäume schützen sollen, entfernt.

Die jetzt beschlossene Bebauungsplanänderung ist die Grundlage für die künftigen Veränderungen. Zulässig sollen künftig auf dem hinteren Teil des Lindenplatzes lediglich Fußgänger- und Radverkehr sowie Lieferverkehre ohne zeitliche Begrenzung sein. Unabhängig davon wird es Eltern erlaubt bleiben, ihre Kinder zum Kindergarten zu bringen.

 „Sie werden dann entsprechende Sondergenehmigungen bekommen“, so Planungsamtsleiter Bruno Nelles gegenüber der NGZ. Was künftig jedoch nicht mehr geduldet werden wird, ist das Befahren des hinteren Teiles des Lindenplatzes, um beispielsweise ein Rezept in der Apotheke einzulösen. Wer auf diesem künftig als Fußgänger- und Radfahrerbereich ausgewiesenen Areal von Mitabeitern des Ordnungsamts ertappt wird, muss mit Bußgeld von 30 Euro rechnen.

Cornel Kremer, Eigentümer der Häuser Am Lindenplatz 2 und 3, nutzte sein Rederecht im Planungsausschuss, um Kritik zu üben: „Mir erschließt sich nicht der Sinn einer Fußgängerzone in diesem Bereich.“ Der Bedarf an Parkplätzen sei so groß, dass beide Teile des Lindenplatzes zum Parken zur Verfügung stehen müssten, Alternativen seien in zumutbarer Entfernung nicht erkennbar.

Peter Ruckenbrod (CDU) gab zu verstehen, dass der an die Kirche angrenzende Teil des Lindenplatzes eine Aufenthaltsqualität haben solle - dort müssten sich Fußgänger ungestört von Autos bewegen dürfen. Aus Umweltgründen seien die Steine damals bewusst nicht in Mörtel verlegt worden: „An eine so starke Nutzung durch Autos ist damals nicht gedacht worden“, gab Ruckenbrod mit Blick auf die ständigen Beschädigungen des Platzbelages durch Belastungen von Fahrzeugen zu bedenken.

Erwin Popien (SPD) mahnte an: „Die Attraktivität des Platzes muss verbessert werden.“ Was ihm immer wieder auffällt: „Am Sonntag ist der gesamte Platz schwarz vor Autos.“ So wie es jetzt ist, könne es nicht bleiben.

Lars Christoph (CDU) mahnte eine einvernehmliche Lösung mit allen Beteiligten an: „Die Verwaltung soll entsprechende Vorschläge machen und dann die Anwohner zu einem Ortstermin einladen.“ Eine Durchfahrtmöglichkeit müsse auf jeden Fall erhalten bleiben.

Dr. Elmar Kalthoff (UWG) hatte vergeblich angeregt, Müllfahrzeugen das Befahren des Platzes zu verbieten. Einstimmig sprach sich der Planungsausschuss dafür aus, die „Baumkäfige“ zu beseitigen, um den bestehenden Parkplatz attraktiver zu machen - die Grünen hatten einen entsprechenden Antrag gestellt.

Quelle: NGZ


Die Neuß-Grevenbroicher Zeitung lohnt sich Tag für Tag - jetzt testen.

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

AUS DER NACHBARSCHAFT
MEHR

Kaarst

Kostenloses Energiemanagement

In der Diskussion um einen Energiebeauftragten für die Stadt Kaarst hat die CDU einen neuen Gedanken eingebracht: „Die Energie-Agentur NRW bietet kostenlose Beratungen für Kommunen“, sagte CDU-Pressesprecher Hans-Georg Schröder. VON Christoph Pütz  mehr

 
Heftige Stürme wie der Sturm Kyrill sind auch deutliche Anzeichen für den Klimawandel. Der Kaarster Hauptausschuss diskutierte über Energiesparmaßnahmen zum Klimaschutz.

Kaarst

Klimawandel in Kaarst

Der Klimawandel ist kaum noch aufzuhalten - schmelzende Polkappen, ganze Inseln, die von der Erdoberfläche verschwinden werden - die aktuellen Berichte in den Medien zeichnen ein erschreckendes Horrorszenario. VON Christoph Pütz  mehr

 
 
 
 
 
BILDER AUS KAARST
 
Familienanzeigen