Kaarst (NGZ). Der Lindenplatz in Holzbüttgen soll attraktiver werden. Der Planungsausschuss hat nun das Parken auf dem zur Kirche hin liegenden Teil des Platzes ausgeschlossen: Dort soll eine Fußgänger- und Radfahrerzone entstehen.
Holzbüttgen Der zweite, zur Kirche hin liegende Teil des Lindenplatzes in Holzbüttgen soll nicht länger als Parkplatz genutzt werden dürfen. Das ist ein Ergebnis des Planungs- und Verkehrsausschusses. Dazu ist jedoch noch eine Entwidmung der Flächen erforderlich, gegen die die Anwohner Bedenken vorbringen dürfen.
Außerdem soll es einen Ortstermin geben. Die Zufahrt zu dem heilpädagogischen Kindergarten soll auch weiterhin möglich sein. Um die Attraktivität des an die Nordkanalallee angrenzenden Teils des Lindenplatzes zu erhöhen, werden die üppigen Rohre, die die Bäume schützen sollen, entfernt.
Die jetzt beschlossene Bebauungsplanänderung ist die Grundlage für die künftigen Veränderungen. Zulässig sollen künftig auf dem hinteren Teil des Lindenplatzes lediglich Fußgänger- und Radverkehr sowie Lieferverkehre ohne zeitliche Begrenzung sein. Unabhängig davon wird es Eltern erlaubt bleiben, ihre Kinder zum Kindergarten zu bringen.
„Sie werden dann entsprechende Sondergenehmigungen bekommen“, so Planungsamtsleiter Bruno Nelles gegenüber der NGZ. Was künftig jedoch nicht mehr geduldet werden wird, ist das Befahren des hinteren Teiles des Lindenplatzes, um beispielsweise ein Rezept in der Apotheke einzulösen. Wer auf diesem künftig als Fußgänger- und Radfahrerbereich ausgewiesenen Areal von Mitabeitern des Ordnungsamts ertappt wird, muss mit Bußgeld von 30 Euro rechnen.
Cornel Kremer, Eigentümer der Häuser Am Lindenplatz 2 und 3, nutzte sein Rederecht im Planungsausschuss, um Kritik zu üben: „Mir erschließt sich nicht der Sinn einer Fußgängerzone in diesem Bereich.“ Der Bedarf an Parkplätzen sei so groß, dass beide Teile des Lindenplatzes zum Parken zur Verfügung stehen müssten, Alternativen seien in zumutbarer Entfernung nicht erkennbar.
Peter Ruckenbrod (CDU) gab zu verstehen, dass der an die Kirche angrenzende Teil des Lindenplatzes eine Aufenthaltsqualität haben solle - dort müssten sich Fußgänger ungestört von Autos bewegen dürfen. Aus Umweltgründen seien die Steine damals bewusst nicht in Mörtel verlegt worden: „An eine so starke Nutzung durch Autos ist damals nicht gedacht worden“, gab Ruckenbrod mit Blick auf die ständigen Beschädigungen des Platzbelages durch Belastungen von Fahrzeugen zu bedenken.
Erwin Popien (SPD) mahnte an: „Die Attraktivität des Platzes muss verbessert werden.“ Was ihm immer wieder auffällt: „Am Sonntag ist der gesamte Platz schwarz vor Autos.“ So wie es jetzt ist, könne es nicht bleiben.
Lars Christoph (CDU) mahnte eine einvernehmliche Lösung mit allen Beteiligten an: „Die Verwaltung soll entsprechende Vorschläge machen und dann die Anwohner zu einem Ortstermin einladen.“ Eine Durchfahrtmöglichkeit müsse auf jeden Fall erhalten bleiben.
Dr. Elmar Kalthoff (UWG) hatte vergeblich angeregt, Müllfahrzeugen das Befahren des Platzes zu verbieten. Einstimmig sprach sich der Planungsausschuss dafür aus, die „Baumkäfige“ zu beseitigen, um den bestehenden Parkplatz attraktiver zu machen - die Grünen hatten einen entsprechenden Antrag gestellt.
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