Kaarst (NGZO). Kaarst (barni) Der Zeitdruck war allen Beteiligten im Bau- und Umweltausschuss anzusehen: Praktisch ohne Diskussionen machte der BUNA am Mittwochabend den Weg für die neue Dreifachturnhalle in Kaarst frei. Per Dringlichkeitsbeschluss soll nun eine Abstimmung im Stadtrat überflüssig gemacht und so die Frist für die Konjunkturmittel (12. Februar) zum Heizungsbau eingehalten werden.
Der Technische Beigeordnete Manfred Meuter zeigte sich gegenüber der NGZ angenehm überrascht: "Das einstimmige Abstimmungsergebnis habe ich so nicht erwartet." Der vorläufige Endpunkt der Planungsphase ist also erreicht. Doch längst sind nicht alle Fragen beantwortet, so ist das Brandschutzkonzept noch nicht fertig – alle Fraktionen leisten einen Vertrauensvorschuss. Und Meuter kündigte im Ausschuss bereits an: "Im Zuge der Genehmigungsplanung kann noch die eine oder andere Änderung kommen."
Was schon feststeht: Der Baukörper wird deutlich zierlicher als das bestehende Gebäude, das Mitte Juli abgerissen wird. Die östliche Gebäudekante bleibt erhalten, der neue Baukörper wird jedoch um 90 Grad gedreht. Fest steht auch, dass die zentrale Heizungsanlage aufgegeben wird. Dies hatten die Grünen bereits im Oktober 2009 gefordert. Die neue Halle erreicht Passivhausstandard, Künftig wird es drei Heizanlagen geben – trotz Kosten von 578 000 Euro die vermeintlich wirtschaftlichste Lösung. Der Bau der Sporthalle wird voraussichtlich mit rund 3,9 Millionen Euro zu Buche schlagen, wobei die Stadt Mittel aus dem Konjunkturpaket II in Höhe von 2,1 Millionen Euro erwarten kann. Allerdings nur dann, wenn bis zum 31. Dezember 2011 endgültig abgerechnet wird. Der Zeitdruck bleibt.
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