Kaarst (NGZ). "Wir wollen hier unser Tor machen. Das sind wir den Zuschauern da draußen schuldig" – Peter Stojkovic fand in der Halbzeitpause des Benefizspiels zwischen den Old Stars der SG Kaarst und der Weisweiler-Elf, der Traditionsmannschaft von Borussia Mönchengladbach, die passenden Worte.
Der "Trainer" der SG machte den Kaarster Urgesteinen, die extra zu diesem Spiel noch einmal zusammengekommen waren, Mut. Und fünf Minuten vor dem Ende des Spiels wurde Stojkovic erhört.
Als Sven Nilgen den Ehrentreffer für die Kaarster Old Stars erzielte, brandete unter den rund 300 Zuschauern lauter Jubel auf. Endlich das ersehnte Tor, dass die 1:15-Niederlage gegen die mit Ex-Profis gespickte Gladbacher Mannschaft ein wenig erträglicher machte. "Das war es, was wir wollten, und wir haben es erreicht. Also bin ich zufrieden", sagte Stojkovic.
Das Spiel zwischen den Old Stars und der Weisweiler-Elf wurde vom Förderverein Kunstrasen organisiert, der die Kaarster Asche gegen einen neuen Kunstrasenplatz tauschen will. Das soll 2012 passieren. "Dieser Schandfleck muss weg, damit auch die Jugend bessere Trainingsmöglichkeiten hat", sagte Moderator Dirk Andreas vor dem Spiel. Die Einnahmen der Partie kamen allesamt dem Förderverein zugute. "Diese Resonanz haben wir uns erhofft. Das ist schon eine ganz gute Zuschauerzahl, wenn man bedenkt, dass Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach heute Heimspiele haben und die Vorster Schützenfest feiern", sagte Hauptsponsor Uwe Pasch.
Einen Hauch von Bundesliga gab es an dem vielleicht letzten Sommer-Samstag des Jahres allerdings auch am Kaarster See. Die ehemaligen Profis Oliver Neuville, Bachirou Salou und Peter Wynhoff trugen sich fleißig in die Torschützenliste ein, zudem liefen bei den Gästen in Person von Karlheinz Pflipsen, Jörg Neun, Stephan Paßlack und Thomas Eichin weitere namhafte Akteure auf, die allesamt für die Borussia in der Bundesliga spielten. Und die Zuschauer konnten mit ansehen, dass die Weisweiler-Elf das Spiel noch nicht verlernt hat. Zwar gaben die alten Kaarster Haudegen alles, konnten gegen die spielerischen Mittel der Weisweiler-Elf aber nichts ausrichten. "Die sind fit. Wir sind nur hinterhergerannt", sagte SG-Spieler Markus Balzer.
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