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Kaarst: „Zusätzliches Geld tut nicht weh“

VON PETER BÖTTNER - zuletzt aktualisiert: 26.12.2008 - 22:18

Kaarst (NGZ). Die Reittherapie der Kaarster Evangelischen Jugend- und Familienhilfe hängt vom Erfolg einer Benefizveranstaltung Ende Januar ab. Nun sollen weitere Spender die Abhängigkeit von den Johannitern aus Meerbusch mindern.

Therapeutisches Reiten - hier auf dem Nixhof in Neuss: Die Form der Therapie hilft Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen. Allerdings steht in Kaarst hinter der dauerhaften Finanzierung noch ein Fragezeichen.  Foto:  A. Woitschützke
Therapeutisches Reiten - hier auf dem Nixhof in Neuss: Die Form der Therapie hilft Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen. Allerdings steht in Kaarst hinter der dauerhaften Finanzierung noch ein Fragezeichen. Foto: A. Woitschützke

Kaarst Die Reittherapie der Evangelischen Jugend- und Familienhilfe aus Kaarst ist eigentlich eine Erfolgsgeschichte. Die häufig verhaltensauffälligen oder entwicklungsgestörten Kinder aus den betreuten Einrichtungen erleben auf dem Pferderücken nicht nur glückliche, sondern in erster Linie fördernde Augenblicke.

„Wir haben keine vergleichbare Therapie, die gleichzeitig so positiv aufgenommen wird und echte Ergebnisse liefert“, macht Detlef Wiecha, Koordinator der Evangelischen Jugendhilfe, gegenüber der NGZ deutlich.

Auch im kommenden Jahr sollen die Kaarster Kinder wieder in der Genuss der Therapie bei Reittherapeutin Cäcilia Trogemann kommen. Doch das Projekt hängt von der Liquidität eines einzelnen Spenders ab.

Für Cäcilia Trogemann ist deshalb klar: „Zusätzliches Geld schadet nicht und hat auch sonst keine nennenswerten Nebenwirkungen. Wir brauchen mehr Geld und mehr Spender, um die Kontinuität dieser Therapie zu gewährleisten.“

Für 20 Euro pro Kind und pro Einheit schult Cäcilia Trogemann ihre Schützlinge in zehn Einheiten auf einem Reiterhof in der Neusser Nordstadt. Am Ende jeder Therapie stehen für die dreiköpfigen Gruppen also Kosten von 600 Euro dem beachtlichen Behandlungserfolg gegenüber.

„Kaum ein Projekt ist so günstig zu haben“, unterstreicht die Therapeutin. Und dennoch musste eine Gruppe zwischen August und Oktober zwangsweise pausieren.

Cäcilia Trogemann vermutet Geldprobleme, doch der Spender, die Johanniter Hilfsgemeinschaft Mönchengladbach-Meerbusch-Neuss, weist jede Schuld von sich.

Mehr lesen Sie am Samstag, 27. November, in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung.

Info

Individuelle Förderung

Unter dem Begriff Heilpädagogisches Voltigieren und Reiten werden pädagogische, psychologische, psychotherapeutische und integrative Angebote mit Hilfe des Pferdes bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zusammengefasst.

Dabei können unterschiedliche Behinderungen oder Verhaltensauffälligkeiten therapiert werden. Nicht die reitsportliche Ausbildung, sondern die individuelle Förderung über das Medium Pferd steht im Vordergrund.

Die Ruhe des Pferdes und der Erfolg der Kommunikation zwischen Mensch und Tier können nachweislich den Patienten günstig beeinflussen.

Motorik, Wahrnehmung, Lernfähigkeit, das Wohlbefinden und das soziale Verhalten werden verbessert.

Quelle: NGZ


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