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City-Runner: Trotz Minusgraden ins Schwitzen gekommen

VON MAREIKE ROSZINSKY - zuletzt aktualisiert: 12.02.2010 - 16:22

Das erste Training mit seinen City-Runnern 2010 hatte sich Jochen Adomeit anders vorgestellt. Als er am Mittwoch um 18 Uhr zur Trainingseinheit der Gruppe auf der Kaarster Tartanbahn erschien, tanzten dicke Schneeflocken durch die eiskalte Luft.

Vorneweg statt nur dabei: Mareike Rosziynski, freie Mitarbeiterin der NGZ-Sportredaktion, trainiert bei der Aktion "City-Runner" mit.  N  Foto:  Lothar Berns
Vorneweg statt nur dabei: Mareike Rosziynski, freie Mitarbeiterin der NGZ-Sportredaktion, trainiert bei der Aktion "City-Runner" mit. N Foto: Lothar Berns

Eine weiße Decke hatte sich über die Bahn gelegt. "Da musste ich dann erst mal eine Runde laufen, um zu testen, ob die Bahn nicht zu glatt sein würde", erklärt der 68-Jährige, der bis zum 18. April – dem Tag des Korschenbroicher Citylaufs – das Gruppentraining an jedem Mittwoch leitet. "Schließlich wollen wir Verletzungen grundsätzlich vermeiden."

Die Testrunde fiel dann zumindest einigermaßen zu seiner Zufriedenheit aus. "Es ist ein bisschen rutschig, aber nicht zu glatt", begrüßte Adomeit die hart gesottenen City-Runner. "Trotzdem, Sprints sind heute nicht möglich", fasste er zusammen. Das ironisch-lustige "Wie schade" einiger Läufer quittierte er mit einem Lächeln. "Schnell laufen geht trotzdem", meinte er.

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Mareike Roszinsky, freie Mitarbeiterin der NGZ-Sportredaktion, nahm schon im vergangenen Jahr an der Aktion "City-Runner" teil. Auch diesmal liefert sie wieder Erfahrungsberichte aus der Trainingsgruppe.

Zwar passte er spontan sein Programm den widrigen Wetterverhältnissen an und entschärfte es etwas, dennoch sollten seine neuen Schützlinge noch gehörig ins Schwitzen kommen. Nach vier eher gemütlichen Runden zum Einlaufen und einer kurzen "Laufschule" zur Verbesserung der Technik stellte er seine Schützlinge vor die erste Herausforderung: sechs mal 400 Meter schnell, dazwischen jeweils 200 Meter Trabpause. In zunächst beliebigen Dreiergruppen ging es auf die Bahn.

Allerdings kristallisierte sich schnell heraus, wer mit wem besser (laufen) konnte: Schon nach einigen Runden änderten sich einige Gruppenkonstellationen. Während eine flotte Herrengruppe rund um Helge Loch – mit 19 Jahren der jüngste City-Runner –davon stürmte, gingen es die Damen ruhiger an. Schließlich mussten sie sechs schnelle Runden drehen. Das oberste Gebot hieß laut Jochen Adomeit daher, die "Luft" richtig einzuteilen und die Trabpausen richtig zu nutzen.

Nach knapp einer halben Stunde hatten alle die Aufgabe bewältigt. Und auch wenn mancher in den ersten Sekunden danach etwas nach Luft rang – so richtig k. o. zeigte sich keiner der City-Runner. "Das war anspruchsvoll, aber machbar", stellte Sparkassen-Betriebwirt Christoph Forstreuter fest. Und auch Jochen Adomeit zeigte sich nach dem Auslaufen zufrieden mit den Leistungen bei der Trainingspremiere. "Alle haben bereits eine recht gute Grundlage", stellte er fest. "Da können wir in den kommenden Wochen drauf aufbauen."

Der Meerbuscher hat bereits einige Einheiten geplant. Er wird den Schwerpunkt auf die Schnelligkeit legen und vor allem Intervalltraining fordern. Diese Form des Tempotrainings soll den City-Runner in den kommenden acht Wochen "schnelle Beine" machen. "Der Wechsel zwischen schnellen Belastungswiederholungen und langsamen Belastungspausen verbessert die Laufleistung", erklärt der Trainer.

Das Grundlagenausdauertraining erledigen die City-Runner nach individuellen Trainingsplänen im "Alleingang" zuhause. Der für gestern angesetzte Laktattest, der die wissenschaftliche Basis für die Pläne liefern soll, musste wegen der vereisten Bahn auf kommenden MNittwoch verschoben werden. Jochen Adomeit ist nach der ersten Einheit auf der Kaarster Bahn dennoch mehr als zuversichtlich, dass alle gut im Ziel des Korschenbroicher Citylaufs ankommen werden – "und zwar mit Bestzeiten".

Quelle: NGZ


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