Das Ziel ist der Korschenbroicher City-Lauf am 26. April. Die Teilnehmer der NGZ-Aktion „City-Runner 2009“ trafen sich bei der Auftaktveranstaltung im Waldstadion zum ersten Mal mit ihren Coaches Petra Maak und Jochen Adomeit. Dabei wurde ihnen detailliert erklärt, wie ihr Vorbereitungsprogramm für die nächsten Wochen aussieht.
Die Erkenntnis, dass ihr der Laufsport viel gegeben hat, überrascht bei einer Athletin, die mittlerweile schon 29 Jahre die Laufschuhe schnürt, nicht wirklich. Sonst wäre daraus wohl kaum eine solche Leidenschaft geworden. Doch dann sorgte die inzwischen 44-jährige Petra Maak bei der Auftaktveranstaltung der NGZ-Aktion „City-Runner 2009“ im Korschenbroicher Waldstadion mit einem tieferen Einblick ins Privatleben doch noch für gehöriges Staunen: „Über das Laufen habe ich sogar meinen Mann kennen gelernt. Und beim New York-Marathon hat er mir dann einen Heiratsantrag gemacht.“
Klar, dass es den insgesamt 20 Teilnehmern, die aus über 80 Bewerbungen ausgewählt wurden, nicht darum ging, einen Partner fürs Leben zu finden, als sie sich dazu entschlossen, bei dem ausgefeilten Vorbereitungsprogramm für den Volkslauf (5000 Meter) beim Korschenbroicher City-Lauf am 26. April mitzumachen. „Ich laufe sehr viel, aber nur sehr lange Strecken. Und ich fand es einfach interessant, wie ein Training für eine so kurze Distanz aufgebaut ist. Mal gucken, wie schnell sich Verbesserungen einstellen“, verriet der Kaarster Claus Baedorff, als sich alle Teilnehmer zum ersten Mal trafen.
„Ich kann inzwischen laufen ohne Ende, aber sobald ich etwas schneller werde, gibt’s Probleme. Ich hoffe, ich bekomme Tipps, wie ich das verbessern kann“, meinte Monika Perlitz aus Jüchen zu ihren Beweggründen.
Und für die Grevenbroicherin Christa Roth-Walraf lag der Reiz in einem strukturierten Training: „Bislang bin ich einfach drauf losgelaufen. Ich finde es spannend, mal nach einem Plan zu trainieren und mich dabei an bestimmte Vorgaben halten zu müssen.“
Dass es davon in nächster Zeit auf jeden Fall eine ganze Menge geben wird, wurde deutlich, als die Coaches Petra Maak und Jochen Adomeit sowie Heinz Mölder aus dem Vorstand der Sparkasse Neuss als Initiator der Aktion (die NGZ berichtete) den Fahrplan bis zum 26. April präsentierten.
Nachdem sich alle Teilnehmer bereits einem sportmedizinischen Leistungstest im Neusser Lukaskrankenhaus unterzogen haben, gibt’s künftig ein Mal pro Woche ein gemeinsames Training auf der Tartanbahn des Stadions am Kaarster See, heute steht übrigens die erste Einheit auf dem Programm. Rüdiger Hübbers-Lüking von der Neusser medicoreha bittet am 21. Februar zur Leistungsdiagnostik, deren Ergebnisse in die Trainingspläne einfließen.
Ein zweiter Test am 1. April soll die Auswirkungen des Trainings dokumentieren und gegebenenfalls zu einer Anpassung der Pläne führen. Bei zwei Terminen in Dormagen geht es darum, Lauftechnik und Körperwahrnehmung zu schulen sowie ein spezielles Gymnastik- und Stabilitätsprogramm zu vermitteln. Darüber hinaus gibt’s noch eine Ernährungsberatung durch einen Experten vom Olympiastützpunkt Rheinland und die medicoreha bietet auch noch eine Sport- und Entspannungsmassage.
„Es gibt viele ähnliche Aktionen, aber sicher keine, bei denen die Teilnehmer so viel Hochkarätiges und so viel Kompetenz geboten bekommen. Das geht nur, wenn es so ein großes Netzwerk zum Wohl des Sports wie im Rhein-Kreis Neuss gibt“, meinte Volker Koch, der in seiner Funktion als NGZ-Sportchef bei der Auftaktveranstaltung war. „Und das tolle ist, dass wir uns an einen Tisch gesetzt haben und das grobe Programm innerhalb von einer Stunde stand. Auch das geht nur im Rhein-Kreis, wo sich die Partner so gut kennen“, ergänzte Marion Schröder, von der AOK, die genauso als Sponsor mit im Boot ist, wie die City-Lauf GmbH, der Rhein-Kreis Neuss sowie die Firmen Asics mit Laufausrüstungen und Polar mit Pulsuhren.
Die neuen Trainingsshirts und Herzfrequenzmesser kamen jedenfalls direkt zum Einsatz, als Maak und Adomeit zum ersten gemeinsamen Training rund um das Waldstadion baten. Dabei wurde gleich ein Fehler offensichtlich, den viele unerfahrene Läufer machen. „Für ein erstes Beschnuppern war das viel zu schnell“, stellte Petra Maak fest. Bestimmt der erste Punkt, wo das Trainerduo ansetzen wird.
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