Korschenbroich (NGZ). Steinforth-Rubbelrath Wer fleißig arbeitet, soll auch kräftig feiern: Am 4. August sind alle, die sich an der Renovierung der Alten Schule beteiligt haben, zu einem Grillabend eingeladen. Peter-Josef Schepers, Geschäftsführer der St.-Sebastianus-Bruderschaft Steinforth-Rubbelrath, ist mit der Einsatzfreude seiner Schützen ebenso zufrieden wie mit dem Ergebnis der Renovierung. Und er weist darauf hin, dass die Alte Schule gegen eine Nutzungsgebühr für Feierlichkeiten aller Art nicht nur vom Schützen gebucht werden kann.
Nach Karneval ging es los: Rund 50 Schützen quer durch alle Züge brachten ihr handwerkliches Geschick ein. Von der Jugend bis hin zu den Senioren wurde der Pinsel geschwungen, gesägt, geschliffen. In dem ehemaligen Schulgebäude, in dem vor der Übernahme durch die Bruderschaft Asylbewerber untergebracht waren, wuselten Schützen emsig wie die Bienen, brachten es auf eine Leistung von insgesamt rund 600 ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden.
Peter-Josef Schepers ist trotz dieser unentgeltlichen „Manpower“ mit der Stadt zufrieden: „Die hat uns die Materialien zur Verfügung gestellt.“ Weg mit den tristen, verstaubten Vorhängen, weg mit den Neonröhren, die durch dimmbare Beleuchtungskörper ersetzt wurden. Die Stühle wurden neu bezogen. Neu sind die optisch vereinheitlichten Bildergalerien der Schützenkönige ab 1950 und der Präsidenten: Die einzelnen Bilder wurden auf einen einheitliche Größe gebracht.
Das Gebäude
Das Gebäude, zirka 1890 errichtet, war 1968 von der Stadt als Schule aufgegeben worden. Es wurde zunächst von einer Firma, die Lautsprecher herstellte, genutzt. Anschließend diente es zur Unterbringung von Aussiedlern. Als die St.-Sebastianus-Bruderschaft Steinforth-Rubbelrath das Gebäude vor rund zehn Jahren unter ihre Fittiche nahm, war es saniert worden. Jetzt erfolgte eine weitere, gründliche Renovierung der Räumlichkeiten.
Schepers, der selber immer wieder zum Pinsel gegriffen und Transportaufgaben übernommen hatte, hob gegenüber der NGZ vor allem das enorme Arbeitspensum von Ralf Weimert hervor. Ebenso erfreulich: „Die Arbeiten sind ohne Streit über die Bühne gegangen, die Helfer waren stets pünktlich zur Stelle. Schepers macht folgende Rechnung auf: „Nehmen wir an, dass Profis das, was wir in 600 Stunden geleistet haben, in 500 Stunden geschafft hätten. Bei einem Stundenlohn von 40 Euro hätte dies einen Betrag von 20 000 Euro ergeben.“
Wie die gründlich aufgefrischte Alte Schule - zu der Renovierung gehörten auch neue Decken in den beiden großen Räumen - genutzt wird: Der Vorstand trifft sich hier einmal monatlich zu einer Versammlung, vereinzelt kommen in der Alten Schule Züge zusammen, für die Jugend ist die Schule dreimal wöchentlich ein beliebter Treffpunkt und einmal monatlich findet dort das Altencafé statt.
Die Frauen treffen sich in der Alten Schule, um die Klompen zu basteln. Und Peter-Josef Schepers möchte sich ausdrücklich bei den Schützenfrauen bedanken, die die Alte Schule während der Renovierungsphase geputzt haben. Das war nicht immer ganz einfach, weil die Schützen bei Malerarbeiten nicht unbedingt immer eine Zeitung untergelegt hatten.
Doch zurück zur Nutzung der Alten Schule: Sie steht Privatpersonen gegen Benutzungsgebühr von 150 Euro zuzüglich Endreinigung - die allerdings auch in Eigenregie vorgenommen werden kann - zur Verfügung, egal, ob Hochzeiten oder runde Geburtstage gefeiert werden sollen. Franz-Josef Hoff (Telefon 01 63 / 7 71 64 31) hat bezüglich freier Termine den Überblick und ist der richtige Ansprechpartner.
Die Auslastung war in der Vergangenheit mit rund 20 privaten Veranstaltungen im Jahr nicht schlecht, ist aber noch steigerungsfähig: Die Schützen hoffen jetzt, dass das frisch renovierte Gebäude noch häufiger für Privatveranstaltungen gebucht wird. Die Räumlichkeiten sind auf jeden Fall deutlich attraktiver geworden.
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