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Korschenbroich: Andreas-Halle wieder geöffnet

VON RUTH WIEDNER - zuletzt aktualisiert: 03.09.2011

Korschenbroich (NGZ). Ab Mittwoch können Schüler und Sportler die Andreas-Halle wieder nutzen. Die Zweifachhalle musste nach einem immensen Wasserschaden für sechs Monate gesperrt werden. Für den 7. September ist die Freigabe angekündigt.

Sie sind mit dem Sanierungsergebnis der Andreas-Halle mehr als zufrieden: Schulhausmeister Stefan Kamper (l.) und Sportchef Hans-Peter Walther.  Foto:  Büntig
Sie sind mit dem Sanierungsergebnis der Andreas-Halle mehr als zufrieden: Schulhausmeister Stefan Kamper (l.) und Sportchef Hans-Peter Walther. Foto: Büntig

Die Schüler der Korschenbroicher Andreas-Schule und mehr als 1000 Vereinsmitglieder traf die Schadensnachricht der Zweifachhalle hart: Der immense Wasserschaden machte die Nutzung der Halle für den Sportunterricht und das Vereinstraining von jetzt auf gleich unmöglich.

Das Gebäudemanagement der Stadt arbeitete unter Hochdruck, um den immensen Versicherungsschaden mit Hilfe von Experten schnellstmöglich beheben zu können. "Wir haben Wort gehalten und sind mit der Sanierung rechtzeitig zum Schulstart fertig geworden", freut sich ein bestens gelaunter Hans-Peter Walther. Er kann als Sportsachgebietsleiter die Halle für die Nutzung ab Mittwoch wieder freigeben. Und als KLC-Trainer hat er die Gewissheit, bei schlechtem Wetter mit seinen Leichtathleten in die Halle ausweichen zu können.

Info

Zweifachsporthalle

Wann Die Halle wurde 1983 erbaut und verfügt über eine 21 mal 45 Meter große Trainingsfläche.

Wer Hauptnutzer ist die Andreas-Grundschule Korschenbroich.

Vereinsnutzer der KLC, der TVK, die Sportfreunde Neersbroich, der TT-Club, der VfB, "Sport ältere Generation" und der Karateverein.

Woran hat die Verwaltung innerhalb der sechs Monate gearbeitet? "Wir haben unter anderem den Prallschutz um das Spielfeld, den ganzen Schwingboden und die Hebeanlage im Abwassersystem erneuert, die auch den Schaden verursacht hatte. Außerdem waren umfangreiche Desinfektionsarbeiten zu leisten", beschreibt Heinz-Josef Maaßen vom Gebäudemanagement die einzelnen Schritte.

Zum Hintergrund: Als die Pumpe im März ausfiel, konnte das Schmutzwasser nicht richtig abgeleitet werden. Obwohl die Verwaltung direkt Pumpen und Nass-Sauger in Betrieb nahm, setzte sich die Feuchtigkeit fest. Der Oberboden aus Spanplatten mit Linoleum quoll auf und Fäkalkeime kontaminierten die Dämmung des Bodens. Ein klarer Fall für Bürgermeister Heinz Josef Dick: "Allein die Fäkalkeime hatten die Vollsperrung zur Sicherheit der Sportler und Schüler notwendig gemacht."

Gutachter der Versicherung begleiteten die Arbeiten von Beginn an. Diese trägt nun den Schaden, der nach bisherigem Stand mehr als 200 000 Euro umfasst. Die unvorhergesehenen Sanierungsarbeiten beeinflussten aber nicht die geplanten Arbeiten in den Ferien: Das rund 270 Quadratmeter große Flachdach über den Umkleiden war für 45 000 Euro zu sanieren und der Wärmeschutz zu verbessern. "Auch diese Maßnahme ist abgeschlossen", bestätigte Hans-Peter Walther gestern im Gespräch mit der NGZ.

Für die Vereine war die Hallensperrung wie eine "kleine Katastrophe". "Im Winter haben wir die größte Belegungsfrequenz und entsprechend wenig Alternativen", so Walther. Jetzt lässt er seinen fachmännischen Blick durch die sanierte Zweifachsporthalle schweifen und weiß: "Wir sind nun für die nächsten 20 Jahre bestens gerüstet." Walther spricht die neue Optik der Halle ebenso an wie die ganz neue Funktionalität. "Wir verfügen sogar über die aktuelle Linienführung auf dem Schwingboden, um in der Halle hochklassige Basketballspiele austragen zu können."

Quelle: NGZ/rl


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