Korschenbroich (NGZ). Mit seinem vielseitigen Engagement trägt der Kirchenbauverein Kleinenbroich seit mittlerweile fünf Jahren aktiv zur Kirchenerhaltung bei. Akustisches Zeichen des Erfolgs: Auch an den Ostertagen läuten alle vier Glocken im Turm von St. Dionysius.
Kleinenbroich Langsam hebt sich die quadratische, zu allen Seiten offene Gondel des Bauaufzuges in die Höhe - und eröffnet die selten gesehene Vogelperspektive auf den Ort und seine weitere Umgebung.
Für Thomas Goldmann, den Vorsitzenden des Kirchenbauvereins (KBV) ist es nicht das erste Mal, dass er sich auf den Weg bis knapp unter die Turmspitze von St. Dionysius in rund 40 Metern Höhe aufmacht.
Zwar wird der Turm auch zu Ostern noch von einem Gerüst umgeben sein, doch - und da sind sich die Vertreter des KBV sicher - werden dennoch alle vier Glocken läuten.
„Bis Oktober, spätestens aber zu Weihnachten werden wir mit den Arbeiten fertig sein, so lautet das zuversichtliche Fazit von Thomas Goldmann im Anschluss an die Besichtigung der aktuellen Arbeiten am Gesims in luftiger Höhe.
Kirche auf Reisen
Durch Aktionen in der Öffentlichkeit hat der Kirchenbauverein seit seiner Gründung im Jahre 2004 bereits rund 143 .000 Euro Spendengelder gesammelt. Stolze 5000 Euro davon brachte die 2005 gebastelte Holzsammelkirche in Miniaturform ein, die seither nicht nur in Kleinenbroich zu Geburtstagen und Jubiläen beim Vorstand des KBV ausgeliehen werden kann.
Nach der Fertigstellung der Glockenstube nebst Glockenstuhl Ende 2007, konzentrieren sich die Arbeiten nun auf die Außenfassade der 1870 eingesegneten Kirche: „Mittels eines Hochdruckgerätes wurden die Zwischenräume zwischen den Feldbrandziegeln von dem altem Material befreit und neu verfugt. Auch die Gewerke aus Sandstein wurden an den Stellen, wo sie von Witterung und Materialverlust betroffen waren, ausgebessert“, dokumentieren Thomas Goldmann und Franz-Josef Künkel die derzeitigen Arbeitsprozesse.
Wo zuvor noch die inzwischen rostigen Armierungseisen unter dem Betongesims am oberen Ende des Turmes herausgeragt haben, wird nun langlebiger Ersatz aus Edelstahl verarbeitet. „Diese Materialien werden dann wieder einige Jahrzehnte halten“, sagt Mariengrete Tillmanns.
Mehr zur St.-Dionysius-Pfarrkirche in Kleinenbroich lesen Sie in der Donnerstagaussgabe der Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom 9. April 2009.
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