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Korschenbroich: Besucherzahl verdoppelt

VON CARSTEN SOMMERFELD - zuletzt aktualisiert: 10.02.2008 - 21:30

Korschenbroich (NGZ). Korschenbroich Die kleinen Zinnsoldaten und anderen Figuren in den Vitrinen des Kultur-Bahnhofs Korschenbroich müssen bald wieder abmarschieren - die Ausstellung „Erlebniswelt Zinnfiguren“ läuft noch bis zum 24. Februar, macht dann Neuem Platz.

Die Ausstellungen im Kulturbahnhof sind sehr gut besucht. Die Besucherzahl konnte von 2100 im Jahr 2006 auf knapp 4200 verdoppelt werden.  Foto: Lothar Berns
Die Ausstellungen im Kulturbahnhof sind sehr gut besucht. Die Besucherzahl konnte von 2100 im Jahr 2006 auf knapp 4200 verdoppelt werden. Foto: Lothar Berns

Lange Leerstände soll es nicht geben. Auch wenn noch nicht alle Termine für 2008 stehen, so kündigt Museumsleiter Peter Josef Stefes mehrere interessante neue Ausstellungen an.

Und er blickt äußerst zufrieden auf das vergangene Jahr zurück. „Wir konnten die Besucherzahl von 2100 im Jahr 2006 auf knapp 4200 verdoppeln.“ Das motiviert das Team um Stefes, den stellvertretenden Heimatvereinsvorsitzenden Erwin Fischermann und Vorstandsmitglied Paul Strijbos zu weiteren Anstrengungen.

Für die Exponate der ersten neuen Ausstellung sorgt der Vorsitzende des Heimatvereins Korschenbroich, Karl-Heinz Bednarzyk. „Er hat eine große Sammlung historischer Kinderbücher, viele über 100 Jahre alt, zusammengetragen“, so Stefes.

Info
Öffnungszeiten

Der Kultur-Bahnhof Korschenbroich ist jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Informationen über die Geschichte des Kultur-Bahnhofs finden sich auf der Homepage des Heimatvereins Korschenbroich unter heimatverein-korschenbroich.gmxhome.de unter der Rubrik „AG Museum“.

„Fenster zur Welt“ heißt die Ausstellung vom 23. April bis Ende August. Die Kinderbücher werden nicht nur im Ausstellungsraum zu sehen sein, „sondern wir werden sie an verschiedenen Orten im Haus präsentieren - Bücher mit gruseligem Inhalt beispielsweise in unserer Schmiede im Keller.“

Rund um die Ausstellung organisiert die Korschenbroicher Journalistin Dr. Rita Mielke ein Rahmenprogramm. In einer Buch-Matinee am 27. April präsentieren bekannte Korschenbroicher ihre liebsten Kinderbücher.

Auch zu der Herbst-Ausstellung können Korschenbroicher etwas beitragen. „Zum Thema Licht wird die Entwicklung der Lampen und Leuchtmittel vom Öllämpchen über die Petroleumlampe bis zum elektrischen Licht dargestellt“, erläutert Peter Josef Stefes. Wer eine seltene Lampe zu Hause habe, könne sie für die Zeit der Ausstellung zur Verfügung stellen. Ende 2008 gibt es ein Wiedersehen mit der Modellbahn-Arbeitsgemeinschaft Kaarst, die im Bahnhofsgebäude wieder eine ihrer Eisenbahn-Anlagen zeigt.

Bei diesen Ausstellungen bleibt es nicht, der Kultur-Bahnhof ist mehr und mehr eine Begegnungsstätte für viele unterschiedliche Anlässe. „2007 hatten wir hier etwa 40 Veranstaltungen“, erklärt Erwin Fischermann. Zwischen den drei großen Ausstellungen sollen Werke von vier, fünf Künstlern sowie Aufnahmen des bekannten Korschenbroicher Fotografen Arthur Fränzen gezeigt werden.

Der Kultur-Bahnhof beteiligt sich auch wieder am Korschenbroicher Kunstfrühling Ende Mai und Anfang Juni, und der Ende 2006 gestartete Kultur-Salon mt dem roten Plüsch-Sofa läuft ebenfalls weiter. Am 27. Februar wird Dr. Andreas Baumerich über die Ausstellung mit Werken von Piet Mondrian im Museum Ludwig in Köln berichten, am 9. April heißt es bei einer Revuette mit Musik aus den 20er und 30er Jahren „Es liegt was in der Luft“.

Die Vielzahl der ganz unterschiedlichen Veranstaltungen wirft aber auch ein Problem auf, das jetzt gelöst werden soll. „Wir haben im Kultur-Bahnhof bislang kein Depot. Wir müssen daher viele Materialien in den Ecken abstellen, versuchen das zu kaschieren, aber es stört den musealen Charakter“, schildert Stefes. Nun ist der Anbau eines Raumes geplant. „Dafür sind aber noch Belange des Denkmalschutzes zu klären“, sagt Fischermann.

Außerdem soll die große Sammlung an Werkzeugen im Haus künftig etwas anders präsentiert werden - ein Schwerpunkt wird dabei auf die Textilfertigung gelegt. „Wir verfügen hier etwa über alte Nähmaschinen und Hutmacher-Werkzeug.

Textilfabriken haben die Stadt mitgeprägt, viele Korschenbroicher haben in der Textilindustrie gearbeitet. Die Erinnerung daran wollen wir wachhalten“, erzählt Stefes.

Quelle: NGZ


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