Korschenbroich (NGZ). Korschenbroich „Hier spielt die Musik“ - mit diesem kurzen Slogan will die Jugendmusikschule des Rhein-Kreises Neuss am Samstag, 10. November, ab 11 Uhr möglichst viele Zuschauer in das Korschenbroicher Gymnasium an der Don-Bosco-Straße locken.
Zwei Gründe gibt’s, warum die Musikschule jedes Jahr mit großem Aufwand solch ein Fest organisiert, wie Lehrer Stefan Jenissen mitteilt: „Zum einen soll den Schülern ein Forum geboten werden, ihr Können einem breiten Publikum vorzuführen, zum anderen will aber auch die Schule zeigen, was sie alles zu bieten hat.“
Und das ist nicht wenig - bei immerhin knapp 2400 Schülern im Alter von zwei Jahren bis - ja bis - eine Frage, die nicht leicht zu beantworten ist. Denn es gibt auch einige Erwachsene, die der Einrichtung noch als Schüler treu bleiben, in Orchestern oder Ensembles spielen oder aber noch ein weiteres Instrument beherrschen wollen. Heiteres, Besinnliches, Popiges, Klassisches, Jazziges, Rockiges, Rätselhaftes, Lehrreiches und nicht zuletzt Kulinarisches wird den Gästen serviert. Und der Besucher muss sich entscheiden, denn bei der Vielfalt laufen einige Darbietungen parallel. Doch wo auch immer er landet - ob in der Aula, im Foyer, im Forum oder Musikraum - überall wird er auf seine Kosten kommen.
Mehrere Standorte
Vor 41 Jahren wurde die Jugendmusikschule gegründet. Sie ist zuständig für Grevenbroich, Kaarst und Korschenbroich sowie für Rommerskirchen und Jüchen. Die Hauptgeschäftsstelle ist in Grevenbroich, Auf der Schanze 5, Telefon 0 21 81 / 601 40 57, zwei Bezirksstellen sind in Kaarst und Korschenbroich.
Natürlich sind auch die verschiedenen Bands, wie Rock-, Jazz- und Big Band sowie das Jugendblasorchester der Musikschule mit von der Partie. „Für die kleinen Gäste bieten wir eine Rallye an“, informiert Schulleiter Harald Nickoll. Sie erhalten einen Zettel mit Fragen zu Musikinstrumenten und können durch alle Räume laufen und sich erkundigen oder am besten die Instrumente selbst in Augenschein nehmen. Wer möchte, kann sogar die einzelnen Instrumente einmal ausprobieren. Vielleicht wird da so manches verborgene Talent zu Tage befördert.
Wer nach dem oder während des Musikgenusses eine kleine Verschnaufpause benötigt, kann die Cafeteria aufsuchen, dezente Klavierbegleitung inklusive. Auch Beratungen sind durchaus möglich. Seit drei beziehungsweise zwei Jahren bietet die Schule in Zusammenarbeit mit den Musiklehrern „vor Ort“ Streicher- und Bläserklassen in den beiden Grevenbroicher Gymnasien an. „Ziel ist es“, erklärt Harald Nickoll, „in absehbarer Zeit an beiden Schulen ein Sinfonieorchester zu etablieren.“ Die Lehrer der Musikschule unterrichten auf Anfrage auch in Kindergärten und Offenen Ganztagsschulen. „Musik, das ist erwiesen, fördert einfach die geistige Beweglichkeit“, fasst Dr. Jürgen Hildebrandt, Leiter des Amtes für Schule und Sport, zusammen.
Am DIenstag in der NGZ: Porträt Stefan Jenissen
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