Korschenbroich (NGZ). Korschenbroich Die über 300 Mitglieder der St.-Katharina-Junggesellen-Bruderschaft Korschenbroich steuern auf den Höhepunkt in ihrem Jubiläumsjahr zu. Das 300-jährige Bestehen wird zu „Unges Pengste“ gebührend gefeiert.
Bereits im vergangenen Herbst läuteten die Junggesellen um ihren Präsidenten Marc Venten die Jubiläums-Etappen mit der Teilnahme an der legendären Steubenparade in New York ein (die NGZ berichtete). Seither folgte immer wieder ein Baustein dem anderen im Zeitplan rund um das große Jubiläum - angefangen von der Präsentation der Jubiläums-CD beim Neujahrsempfang, der großen Ausstellung im Sparkassen-Foyer bis hin zur Vorstellung der Festschrift.
Was nun schon viele Mitglieder quadratisch, kompakt und übersichtlich in der Hand halten, hat viele Stunden Arbeit, Schweiß und auch so manche schlaflose Nacht gekostet. „Herausgeber ist das 13-köpfige Festkomitee der Bruderschaft um den Komitee-Vorsitzenden Thomas Siegers“, spricht dann auch Junggesellen-Pressesprecher Andreas Heidemann die Gesamtleistung eines eingespielten Teams an. Intensives Recherchieren, das Sammeln von Informationen, das Auswählen von Fotos, das Verfassen von Texten waren nur einige wichtige Stationen, bis das stattliche Werk in einer Auflage von insgesamt 1000 Stück der Bruderschaft präsentiert werden konnte.
Und dass das Jubiläum für die Katharina-Junggesellen etwas ganz Besonderes ist, spiegelt sich auch in der ausgefallenen Schrift wider, die der Grafikdesigner und Schütze Sascha Bonneß gestaltet hat, während der Fahnenschwenker der Junggesellen, Stephan Nierlein, für den Druck verantwortlich zeichnet.
Ein Jubiläum ohne Festschrift war für die Junggesellen nie Thema gewesen. Allerdings sollte sich die Festschrift von den bisherigen deutlich abheben. „Wir wollten mit der Gestaltung ebenso Akzente setzen wie mit dem Inhalt“, gab Andreas Heidemann im Gespräch mit der NGZ offen zu. „Unser Ziel war es zudem, ein Werk zu erstellen, mit dem sich die Kenner der Bruderschaft ebenso angesprochen fühlen, wie diejenigen, die einfach nur mehr über das Bruderschaftswesen erfahren möchten.“
„Das Silber blinkt im Sonnenstrahl“, eine Textzeile aus der vierten Strophe des Korschenbroicher Pfingstliedes aus dem Jahre 1950, prangt als Titel von dem schlichten Deckblatt. Der Titel nimmt Bezug auf das Königssilber, das in diesem Jahr ein zweites Mal Junggesellen-König Andreas Albani durch Korschenbroichs Straßen tragen wird.
Das Silber steht nicht nur für die langjährige Tradition der Bruderschaft, es bot sich auch als gestalterisches Element an, dass sich durch die gesamte Festschrift - wie ein roter Faden - zieht. Aber nicht nur dieses Gestaltungselement fällt auf, auch die aufklappbare Titelseite ist ungewöhnlich und gibt den Blick auf alle Mitglieder frei, die sich am Pfingstsonntag 2007 vor der Spiegelfront des ausgefallenen Mexx-Verwaltungsgebäudes für den Fotografen aufstellten.
Junggesellen-Präsident Venten spricht von „einem denkwürdigen Foto“. Die Namenspatronin, die Heilige Katharina von Alexandria, wird ebenso vorgestellt, wie die einzelnen Züge und die Geschichte der Bruderschaft - unterlegt mit einem Zeitstrahl: „Dafür haben wir uns bewusst entschieden, damit die einzelnen Jahreszahlen weltpolitischen Ereignissen zugeordnet werden können.“ Das Festprogramm zu „Unges Pengste“ fehlt in der Jubiläumslektüre ebenso wenig wie eine Ämterliste und ein Beitrag zum „Selbstverständnis der Bruderschaft im Wandel der Zeit“. Nach dem Vorwort folgen acht Grußworte, angeführt von dem des Schirmherrn Hubertus Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg und dem des Weihbischofs Dr. Koch.
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