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Korschenbroich: Ein Fest von Bürgern für Bürger

VON RUDOLF BARNHOLT - zuletzt aktualisiert: 26.09.2011

Korschenbroich (NGZ). Das 6. Korschenbroicher Herbstfest fand gestern bei schönstem Spätsommerwetter statt. Entsprechend groß war die Resonanz. Besonders Kinder kamen auf ihre Kosten.

City-Ring und Stadtverwaltung hatten ein Fest organisiert, das sich sehen lassen konnte. Besonders lobenswert: Nicht an jedem Stand musste die Geldbörse gezückt werden. Das lag daran, dass sich die Vereine in besonderem Maße einbrachten. Und das Kreis-Jugendamt war mit dem bunt bemalten Spielbus vorgefahren.

25 Grad, höchst angenehmes Wetter selbst im Schatten, da sollte die eine oder andere kleine Sünde schon erlaubt sein: "Ein Leben ohne Kuchen ist möglich, aber sinnlos", war am Stand der Bäckerei Otten zu lesen. Kuchen gab es in großer Auswahl aber auch bei der Kindertagesstätte Herrenshoff.

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Vielfältiges Angebot

Neuer Rekord Mit 76 Ständen war das Herbstfest so groß wie nie.

Eigengewächse Nicht nur die meisten Besucher, auch ein Großteil derer, die einen Stand hatten, kamen aus Korschenbroich.

Nachwuchs Das Angebot für Kinder war groß, dafür sorgten Vereine, Kindertagesstätten und das Jugendamt des Kreises.

Und wer übers Jahr gerne einmal selbstgebackenen Kuchen genießen will, aber nicht backen kann, der war am Stand des Tauschrings genau richtig: Karel Verheugd erklärte den Besuchern Folgendes: "Wir tauschen Dienstleistungen: Wer Rasen mäht, kann sich als Gegenleistung einen Kuchen backen lassen."

Willy Schellen warb an seinem Stand für die Bürgerstiftung Korschenbroich. Inge Schulz, Vorsitzende des Vereins "Sport ältere Generation", hatte vor dem Hannenhaus für eine Präsentation der besonderen Art gesorgt: Gemeinsam mit der Stadt soll im Stadtzentrum ein Aktivzentrum entstehen. Trimmgeräte stehen dann unter freiem Himmel für jedermann zu jeder Zeit bereit.

Vaness Göbels (14) und Nadja Uhlenbroich (13) vom Kleinenbroicher Jugendzentrum "Choice" boten immer wieder Tanzworkshops an: Dort konnten Kids im Schatten den "Flash-Mop" erlernen.

Irmgard Dieken aus Neuwerk zeigte vor allem dem jüngeren Publikum das Bemalen von Keramikfiguren und stieß mit diesem – kommerziellen – Angebot ebenfalls auf große Resonanz. Die Angebotsvielfalt war fast schon erdrückend, der Bundestagsabgeordnete Ansgar Heveling entschied sich für eine Portion Fritten.

Die Korschenbroicher Kalligraphin Ulrike Freier, Mitglied der "Künstler in Korschenbroich", präsentierte ihre sinnlichen Arbeiten vor einem leerstehenden Geschäftslokal. In der zweiten Oktoberhälfte wird sie in der früheren Boutique ihr Kunsthandwerk anbieten.

Fast ein wenig kleinlaut wirkte ein Haus weiter Robert Jordan: Der Initiator der "Künstler in Korschenbroich" wies als deren neuer Vorsitzender ganz dezent darauf hin, dass es die Mittelstandsvereinigung gibt. Dezent deshalb, weil die Politik außen vor gelassen werden sollte.

Bürgermeister Heinz Josef Dick freute sich, dass das Motto "Von Korschenbroichern für Korschenbroicher" so gut umgesetzt werden konnte wie bei keinem Herbstfest zuvor. Die Stadt trug ihren Teil dazu bei, indem sie von den Vereinen keine Standgebühr erhob. Zur Eröffnung spielte das Stadtorchester Korschenbroich. Claudia Campisi vom City-Ring führte durch ein fünfeinhalbstündiges Bühnenprogramm, bei dem auch kleine und große Bürger den Ton angaben.

Quelle: NGZ


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