Korschenbroich (NGZ). Noch spielt Florian Lenz am Göttinger Jungen Theater. Doch der Absolvent der Ernst-Busch-Hochschule strebt eine Kino-Karriere an. Der erste Schritt ist getan: Der Schauspieler ist im Kino-Film "Ein russischer Sommer" zu sehen.
Ernst-Busch-Hochschule
Namensgeber ist der Sänger, Schauspieler und Regisseur Ernst Busch (1900 - 1980).
Wurzeln Die Hochschule ist Nachfolgerin der 1905 von Max Reinhardt begründeten und mit dem Deutschen Theater Berlin verbundenen Schauspielschule.
Absolventen sind unter anderem Corinna Harfouch, Simone Thomalla, Karoline Herfurth, Leander Haußmann und Fritzi Haberlandt.
Korschenbroich Beim Blick auf die Absolventen-Liste der Ernst-Busch-Schule für Schauspielkunst könnte Florian Lenz durchaus schwindlig werden. Tut es aber nicht. Im Gegenteil: Die vielen prominenten Namen sind für den Korschenbroicher eine gehörige Motivation. Der 25-Jährige hat seinen Abschluss an der renommierten Hochschule in Berlin, deren Wurzeln bis zu Theaterlegende Max Reinhardt zurückreichen, in der Tasche. Nun möchte er, was seine schauspielerischen Leistungen anbelangt, in die Fußstapfen bekannter Ernst-Busch-Hochschul-Absolventen wie Julia Jentsch ("Sophie Scholl – Die letzten Tage") oder Jan-Josef Liefers treten.
Das bedeutet für Florian Lenz: Er muss zum Film. Erste Leinwanderfahrungen hat er bereits gesammelt – wenn auch meist in kleineren Rollen. In Leander Haußmanns "Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe" wirkte er als Tänzer mit, zudem ist er im Kurzfilm "Nachtpfand" zu sehen und aktuell in "Ein russischer Sommer", der Helen Mirren ihre zweite Oscar-Nominierung einbrachte.
Noch hat Florian Lenz ein Engagement am Jungen Theater in Göttingen, doch damit ist im Sommer Schluss. Im Juli zieht er zurück nach Berlin. "So richtig weg war ich da eigentlich nie", sagt Lenz. Denn so oft es seine Zeit erlaubt, tummelt er sich in der Hauptstadt. Einerseits, weil das kulturelle Angebot geradezu gigantisch ist. Andererseits, weil man dort die Kontakte knüpfen kann, die für eine Leinwand-Karriere unabdingbar sind.
Doch auch für die Zeit im beschaulichen Göttingen ist Lenz dankbar. "Das Theater dort hat mir großartige Möglichkeiten und Rollen geboten", sagt er. Man könnte den Korschenbroicher durchaus als "Vielspieler" bezeichnen. Bis zu fünf Mal pro Woche steht er auf der Bühne. Lenz liebt es, seinen Figuren Tiefe zu geben, eine Geschichte zu erzählen. So war es auch, als er den Caligula im gleichnamigen Werk von Albert Camus spielte. "Caligula will das Unmögliche erreichen und den Mond haben. Doch der bleibt selbst für einen Mann, der sonst alles bekommen kann, unerreichbar", erklärt Lenz.
Über das Streben nach Glück hat der Schauspieler seither viel nachgedacht. Lenz selbst sucht ein bescheideneres Glück als Caligula. In Berlin. Beim Film.
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