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Korschenbroich: Kantor geht ins Kloster

VON RUTH WIEDNER - zuletzt aktualisiert: 17.09.2010 - 21:29

Korschenbroich (NGZ). Der Andreas-Kantor Henning Dembski (40) wird seinen Dienst in der Gemeinschaft der katholischen Kirchengemeinde Korschenbroich (GdG) in Kürze freiwillig aufgeben. Er tritt in einen Orden ein.

Info

Orgelwoche 2011

Zeitplan Die 34. internationale Orgelwoche findet erstmals im Frühjahr statt. Sie ist für den 20. bis 27. März 2011 terminiert.

Programm Nach dem Orgelwettbewerb von Herbst 2008 soll 2011 erneut ein Orgelwettbewerb in Korschenbroich ausgetragen werden.

Leitung Henning Dembski oder Heinz-Peter Kortmann (Krefeld).

Hennig Dembski (40) wird die GdG und damit auch die Stadt Korschenbroich verlassen. "Ich trete in einen Orden ein", bestätigte Dembski auf Anfrage der NGZ seine persönliche Entscheidung. Der Andreas-Organist, der 1999 in Korschenbroich seinen Kirchendienst antrat und zunächst mit seiner Ehefrau Amelie in Epsendorf lebte, hat seine bisherige Lebensplanung verändert. "Ich bin auch längst nicht mehr verheiratet", erklärte der 40-Jährige, der damit für sich erste Voraussetzungen geschaffen hatte.

Wann genau Henning Dembski in ein Kloster wechseln und welcher kirchliche Orden ihm in Zukunft eine Heimat bieten wird, konnte er noch nicht sagen: "Diese Entschedung steht noch aus." Und auch im Pfarrbrief der GdG Korschenbroich heißt es lediglich, dass er erst in Kürze seinen Dienst als Kantor aufgeben werde, "da ihn sein Lebens- und Glaubensweg in eine geistliche Gemeinschaft führt".

Diesen persönlichen Schritt wollte Pfarrer Frank Josef van de Rieth (43) nicht kommentieren. Der leitende GdG-Pfarrer war am Freitag zu einer Stellungnahme dazu nicht bereit. Allerdings warb er als Dienstherr des Kantors im Pfarrbrief um Verständnis: "Ich bitte Sie, diesen ungewöhnlichen und vielleicht fremd wirkenden Weg mit den Augen des Glaubens zu betrachten und unsere beiden Mitarbeiter mit ihrem Gebet zu begleiten."

Zum eigentlichen Verfahren stellte van de Rieth fest: "Henning Dembski und unsere Organistin Amelie Dembski haben ihre eheliche Gemeinschaft aufgegeben. Staatliches und kirchliches Verfahren sind abgeschlossen beziehungsweise stehen kurz vor dem Abschluss." Das heißt auch, erst wenn das für Dembski zuständige Erzbistum Köln entschieden hat, wird sich die Zukunft für den 40-Jährigen klären. Für van de Rieth heißt dies erst einmal Abwarten: "Bevor mir keine Kündigung eines Mitarbeiters vorliegt oder ein Auflösungsvertrag geschlossen wird, kann ich keine Stellenausschreibung formulieren." Zudem bestätigte er, dass Amelie Dembski als examinierte Kirchenmusikerin ihre bisherige Aufgaben als Organistin fortsetzen werde.

Und auch Henning Dembski wird zunächst seine Arbeit unverändert fortführen – auch als Leiter der vier GdG-Chöre St. Andreas, St. Dionysius, dem GdG-Chor und mit der Chorschola. Und die fürs kommende Frühjahr – für den 20. bis 27. März – geplante internationale Orgelwoche mit Wettbewerb hat Dembski fest im Blick. "Kann sein, dass ich dann schon nicht mehr da bin. Für diesen Fall habe ich Heinz-Peter Kortmann aus Krefeld für die musikalische Leitung gewinnen können." Für den Kantor steht aber auch fest: Sollte es bis dahin noch keine Entscheidung geben, wird er – wie gehabt – die künstlerische Leitung übernehmen.

Quelle: NGZ


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