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Korschenbroich: Klärwerk wird zum World Café

VON SEBASTIAN MEURER - zuletzt aktualisiert: 26.02.2010 - 21:30

Korschenbroich (NGZ). Das evangelische Jugendzentrum "Klärwerk" lockt Jugendliche am 19. März mit dem World Café. Dabei sollen

die jungen Korschenbroicher Anregungen für kulturelle Angebote liefern. Was machbar ist, soll umgesetzt werden.
Sind gespannt auf die Anregungen der Jugendlichen: Reinhard Giese, Mika Stappen, Heinz Josef Dick und Michele Messmann (v.l.) mit dem Plakat für das World Café.  Foto:  A. Anders
Sind gespannt auf die Anregungen der Jugendlichen: Reinhard Giese, Mika Stappen, Heinz Josef Dick und Michele Messmann (v.l.) mit dem Plakat für das World Café. Foto: A. Anders

Korschenbroich Die Frage hat Kulturamtsleiterin Michaele Messmann schon seit langem beschäftigt: Warum soll nicht für Jugendliche taugen, was auch bei Erwachsenen funktioniert hat? Gemeint ist damit das Projekt "World Café". Im vergangenen Jahr hatten sich Erwachsene dabei Gedanken gemacht, woran es beim kulturellen Angebot der Stadt hapert. Jetzt sind die Jugendlichen dran: Am 19. März bekommen sie ihr "World Café".

Bürgermeister Heinz-Josef Dick räumt ein, dass das kulturelle Angebot für Jugendliche in der Stadt "etwas dürftig" sei. Immerhin gebe es rühmliche Ausnahmen wie den Rock-Marathon. Wie bei dem Musik-Festival sind das Kreisjugendamt und der Stadtjugendring mit von der Partie. Hinzu kommt der Kulturpädagoge Mika Stappen, der den Flyer für das "World-Café" entworfen hat. Michaele Messmann zufolge geht es darum, "die Jugendlichen selbst zu befragen und ihnen nichts überzustülpen."

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Das Kulturangebot

Ungeachtet knapper Kassen und der schwierigen Haushaltslage kann die Stadt Korschenbroich ihr Kulturangebot aufrecht erhalten. Zu dessen Glanzlichtern zählt neben den Jazz-Abenden im Liedberger Sandbauernhof nicht zuletzt das anspruchsvolle Kabarettprogramm mit Spitzenstars der Kleinkunstbühne – das übrigens nicht nur kostendeckend ist, sondern sogar einen Gewinn abwirft.

Vorgaben gibt es nicht, außer einigen Fragen, über die sich die Teilnehmer kommenden Monat im Evangelischen Jugendzentrum "Klaerwerk" an der Freiheitsstraße 13 gemeinsam Gedanken machen sollen. "Was ist Kultur für mich?", "Wie sieht die Kulturlandschaft in Korschenbroich aus, was gibt es und was fehlt?", lauten die Fragen, über die eine mehrköpfige Gruppe gut 20 Minuten diskutieren soll, ehe sie die Ergebnisse einer anderen Gruppe zur weiteren Erörterung überlässt.

Koordiniert wird das Ganze durch Moderatoren. Unter ihnen ist auch Birgit Krapp. Die frühere Chefredakteurin des Lokalsenders "NE-WS 89,4" hat 2009 bereits das "World Café" für Erwachsene moderiert. Ein Folgetreffen, bei dem die Ergebnisse detailliert analysiert werden, soll es noch vor den Sommerferien geben.

Bleibt die Frage, wie angesichts des gerade wieder vom Stadtrat beschlossenen Haushaltssicherungskonzepts mögliche Kulturprojekte finanziert werden könnten. Für Reinhard Giese vom Kreisjugendamt ist dies "ein Totschlagargument", während auch Heinz Josef Dick davor warnt, "nicht alles direkt mit Preisen zu bekleiden."

Ungeachtet des schmalen Kulturbudgets der Stadt sind sich die Beteiligten einig, dass nicht alles, was möglicherweise Geld kosten würde, schon von vornherein aus Kostengründen scheitern müsste. Das Kreisjugendamt pflegt Projekte aus seinem Etat. Ein gut funktionierendes Jugendprojekt ist nach den Worten von Dirk Kooy, dem Vorsitzenden des Stadtjugendrings etwa die "Lan-Party", die demnächst Am Hallenbad 66 eine Neuauflage erleben wird.

Quelle: NGZ


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