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Der Heiße Draht zeigt:: Klares „Ja“ für (Schützen-) Frauen

VON MARGARETHE PLUTA - zuletzt aktualisiert: 18.05.2009 - 21:35

Der Heiße Draht zeigt: (NGZ). Korschenbroich Während in Lüttenglehn noch überlegt wird, ob der Heimatverein seine Vereinssatzung ändern und Frauen in seine Reihen aufnehmen soll, waren sich die Anrufer beim Heißen Draht zur NGZ gestern einig: Nahezu alle Teilnehmer - ob männlich oder weiblich - sprachen sich für die Aufnahme von Frauen in Schützenvereinen aus.

In Niedersachsen gibt es schon seit Jahren aktive Schützenfrauen, die ganz selbstverständlich auch in den Festumzügen mitmarschieren. Foto: NGZ
In Niedersachsen gibt es schon seit Jahren aktive Schützenfrauen, die ganz selbstverständlich auch in den Festumzügen mitmarschieren. Foto: NGZ

So auch Christel Binninger (69) aus Lüttenglehn. „Ich habe schon vor 20 Jahren versucht, mich beim Heimatverein anzumelden“, erzählt sie. „Damals wurde ich - natürlich - abgelehnt. Mein Mann nicht. Das fand ich ungerecht.“ Noch mehr störte die Lüttenglehnerin jedoch, dass im Heimatverein auch Beschlüsse darüber gefallen seien, wie sich die Frauen einzubringen hätten. „Es kam nicht selten vor, dass mein Mann nach Hause kam und sagte: ,Wir haben beschlossen, dass du das oder das machen musst.’ Dabei sind wir nicht so blöd, dass wir nicht auch etwas entscheiden könnten“, betont Christel Binninger, der es weniger wichtig ist, im Mittelpunkt zu stehen oder einem Hahn den Kopf abzuschlagen. „Es geht darum, als Frau stimmfähig zu sein und das Vereinsleben aktiv mit zu gestaltet.“

Ähnlicher Meinung sind auch die Lüttgenglehnerinnen Helga Kuhl, Renate Mast und Inge Kamper, die eine Mail an die Redaktion schickten. Auch sie sagen: „Mal ganz ehrlich: Ohne die Frauen im Hintergrund läuft nichts. Also warum sollten wir nicht auch ganz offiziell dem Heimatverein angehören?“

Für Unverständnis sorgt der Vorstoß der Frauen beim Kaarster Bernd Peters (64) und bei der Neusserin Katharina Gertz (82). Beide würden sich wünschen, dass Frauen sich weiterhin um ihre Männer sorgen und nicht selbst aktiv werden.

Weitere Stimmen und Meinungen lesen Sie am Dienstag, 19. Mai, in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung.

Quelle: NGZ


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