Korschenbroich (NGZ). Die prächtige Parade auf dem Marktplatz war der bisherige Höhepunkt des Schützenfestes. König Wilfried Vennen kann sich über prominente Hilfe freuen: Sein Kollege Albert Schmitten stand gestern im "Brauhaus" am Zapfhahn.
Geradezu zum "Bayerischen Abend" geriet der Eröffnungsball des Schützenfests – zumindest, was die königliche Kluft anging: Schützenkönig Wilfried Vennen und sein Brauhaus-Team ließen es beim Auftakt locker angehen und erschienen durchweg in bayerischer Tracht. Die Besucherresonanz war nach den Worten von Brudermeister Josef Schnock "sehr zufriedenstellend".
Dass "der Kirmesplatz überfüllt war", wie Schriftführer Michael Götzen sagt, lag gestern natürlich am sommerlichen Wetter. Dieses war indes nicht durchweg erfreulich: Den Festgottesdienst verlegten die St.-Sebastianus-Schützen angesichts drohenden Regens sicherheitshalber in die Pfarrkirche St. Georg. Die musikalische Gestaltung der von Präses Pfarrer Frank Josef van de Rieth zelebrierten heiligen Messe lag beim Männergesangverein (MGV) "Cäcilia" Liedberg, in dem Wilfried Vennen seit mittlerweile 20 Jahren mitwirkt. Anhaltenden Applaus gab es von den Schützen für den abschließenden Gospel-Song "Halleluja". Was den König besonders gefreut hat: Beim MGV mit von der Partie war auch Dr. Axel Teppler, der eigens für das Schützenfest seinen Urlaub in der Türkei unterbrochen hatte.
Sebastianer feiern
Regiment 250 Marschierer
Gastzüge ein Artilleriezug aus Büttgen, das Reiterkorps aus Kleinenbroich
Oberst Peter Holter
Regimentsspieß Franz-Johann Maaßen anstelle von Hauptmann Rolf Krücken, der Ministerpflichten übernommen hat
Über Unterstützung konnte das Königspaar Wilfried und Birgit Vennen auch ansonsten nicht klagen: Als "königliche Leibgarde" stehen ihnen mit den "Braven Jonges" und dem Grenadierzug "Treu zur Heimat" gleich zwei Züge des Schützenregimentes zur Seite. Im "Alten Brauhaus" selbst gab es gestern "Schützenhilfe" im wahrsten Sinne des Wortes: Albert Schmitten, VizePräsident der St.-Sebastinaer-Bruderschaft Korschenbroich, und seines Zeichens gleichfalls Gastwirt, zapfte für seinen "königlichen" Kollegen im "Alten Brauhaus."
Anders als im vergangenen Jahr fiel die große Parade auf dem historischen Marktplatz diesmal nicht dem Regen zum Opfer. Lediglich einige Tropfen schreckten Marschieer und Besucher auf.
Öffentlich präsentieren konnten die Schützen erstmals die neue Gemeindewappen-Fahnen: Auf der in gelb-blau gehaltenen Fahne befindet sich das Bild eines sich auf einem Hügel erhebenden Turms, während die Ortschaften Liedberg, Steinhausen und Drölsholz von drei Ecksteinen symbolisiert werden.
Neu ist übrigens auch der gleich zu Beginn des Liedberger Schützenfests "installierte" Zeltmai: "Es war ein Kraftakt, ihn aufzustellen", berichtet Josef Schnock. Um den schlappe 18 Meter hohen Koloss aufzurichten und ordnungsgemäß zu befestigen, "waren viele kräftige Schützen nötig – ein Zug allein reichte nicht aus", so der Brudermeister.
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