Nützliches wie Krankenhauseinrichtungen spenden (NGZ). Der Verein „Humanitäre Hilfe Korschenbroich“ legt sich mächtig ins Zeug, um Menschen in Bulgarien eine Perspektive zu bieten. Gerade eben ist dort ein Hilfstransport angekommen.
Eine große Herausforderung für Josef Hoffmann und seine Mitstreiter ist das bevorstehende Weihnachtsfest: Dann möchten sie nicht nur Nützliches wie Krankenhauseinrichtungen oder Schulmöbel in das arme Balkanland bringen, sondern kleine Geschenkpakete für Kinder und besonders bedürftige Erwachsene. Overheadprojektoren, Lehrerpulte, Schülertische, Tafeln, Leinwände für verschiedene Schulen dürften soeben entladen worden sein. Josef Hoffmann ist zurzeit selber vor Ort, um die Verteilung der Hilfsgüter zu überwachen. Es ist ganz gut gelaufen in diesem Jahr. Eine Dormagener Spedition hatte sich so manches Mal großzügig gezeigt; es konnten mehr Hilfsgüter als erwartet nach Bulgarien geschafft werden. Ständig klingelt auf der Blausteinstraße 7 das Telefon, gibt es immer wieder Sachspenden.
Erfreulich ist auch, dass auch in Bulgarien Sponsoren gefunden werden konnten, nachdem der Verein die Chance hatte, sich im Fernsehen dort zu präsentieren. Doch auch im Rhein-Kreis Neuss sind viele Menschen aktiv, um die „Humanitäre Hilfe Korschenbroich“ zu unterstützen. Ein Beispiel von vielen: Die Neusser Jugendgruppe des Malteser Hilfsdienstes startet eine Weihnachtsaktion zu Gunsten des Vereins. Und auch Josef Hoffmann und die übrigen Vereinsmitglieder haben sich noch einiges vorgenommen für 2004: „Wir wollen wieder die Päckchen-Aktion starten“, so der Vorsitzende von „Humanitäre Hilfe Korschenbroich“. Die Zahl der wirklich Bedürftigen sei groß, so dass Spenden jederzeit willkommen sind. Kleidung, Hygieneartikel und Spielzeug sollen zum Weihnachtsfest wieder für strahlende Kinderaugen sorgen. Die Vereinsmitglieder werden wieder rund 300 Pakete packen - und hoffen, dass sich wieder viele Bürger beteiligen.
Damit das „Christkind“ die Pakete bei der richtigen Adresse abgeben kann, sollte auf den Paketen vermerkt werden, ob es sich um Geschenke für Jungen oder Mädchen handelt und für welches Alter sie geeignet sind. Josef Hoffmann hat sie noch vor sich, die strahlenden Kinderaugen vom letzten Jahr. Diesmal wird er aber zum Fest wieder bei seiner Familie in Epsendorf sein. Zu tun gibt es das ganze Jahr über etwas: „Wir hatten gedacht, dass das Krankenhaus in Goze Delschev jetzt alleine klarkommt.“ Doch die Ausstattung der Entbindungsstation weist noch große Mängel auf: Das alte, rostige Entbindungsbett muss ersetzt werden, auch ein Wärmebett für Neugeborene muss her. Aus einem Krankenhaus in Mönchengladbach bekommt der Verein gut erhaltene Gegenstände. Nicht nur Kliniken benötigen weiterhin Hilfe, es fehlt an hier Alltäglichem.
Ein Hospiz etwa wird zwar sehr engagiert von einer 89-Jährigen geführt, es mangelt aber an Lebensmitteln und an Hygieneartikeln. Josef Hoffmann ist optimistisch, dass er auch dort helfen kann. Deutlich spärlicher als Sachspenden fließen Geldspenden auf das Konto (Nummer 44 56 69 09, Bankleitzahl 30 55 00 00). Doch der Verein braucht Geld, um die Transporte zu finanzieren. Glück im Unglück hatte der Verein vor kurzem: Der Gabelstapler streikte, ein rund 1000 Euro teures Akkupaket musste angeschafft werden. Eine Kölner Firma stellte einen Leih-Stapler zur Verfügung und reparierte das Fahrzeug des Vereins auf eigene Kosten. ( barni)
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