Korschenbroich (NGZ). Liedberg Auf wenig Begeisterung stieß der Alleingang des Rhein-Kreises Neuss bei den NGZ-Lesern, den Zuschnitt der Wahlreise für den neuen Kreistag unaufgefordert zu verändern. Im Kreistag gehört Liedberg bald zu Jüchen.
Theo Lendersaus Rubbelrath meint: „Die gewählten Kreistagsmitglieder sind aufgrund der Kreisordnung verpflichtet, ihre Arbeit kreisweit zu sehen und nicht als Interessenvertreter ihrer Kommunen zu handeln. Als Wähler müssen wir wohl genau darauf vertrauen und uns im Vorfeld - wie bei jeder Wahl - mit den Kandidaten auseinandersetzen.
Wie die Realität aussieht, bleibt abzuwarten. Was die Argumentation von Herrn Pfeiffer bezüglich der kirchlichen Verbindung von Steinforth-Rubbelrath zu Glehn anbelangt, so ist für mich der Zusammenhang mit einer Kreistagswahl nicht nachvollziehbar. Wenn die Situation ist, wie sie ist, dann erwarte ich von beiden Kommunen eine konstruktive Zusammenarbeit, die auf sachlicher Argumentation basiert und der Sache dient.“
Aufgebracht reagierte hingegen Adolf Norf (87) aus Glehn auf den neuen Wahlkreiszuschnitt: „So kann das für Korschenbroich nicht hingenommen werden. Ich bemängele, dass Herr Dr. Klose nicht intensiver widersprochen hat.“ Sein Vorschlag: „Die Bürger müssen Widerspruch bei der Bezirksregierung gegen diese Entscheidung des Rhein-Kreises einlegen.“
Für den 87 Jahre alten Glehner ist es ein Unding, „dass die Liedberger und die Steinforth-Rubbelrather statt eines Korschenbroicher Kandidaten nun einen Bedburdycker in den Kreistag hieven sollen“. Norf versicherte gestern am Heißen Draht: „Ich werde alle Hebel in Bewegung setzen, dass diese Entscheidung geändert wird.“
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