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Korschenbroich: Markt mit Magnetwirkung

VON RUTH WIEDNER - zuletzt aktualisiert: 09.12.2007 - 21:30

Korschenbroich (NGZ). Lüttenglehn Der Weihnachtsmarkt auf Rittergut Birkhof hat nicht nur für viele Aussteller Tradition, auch für viele Besucher aus der Region ist sein Besuch ein Muss. „Weihnachten hat etwas mit Atmosphäre zu tun und die finde ich hier“, schwärmt Inge Schulz. Die stellvertretende Vorsitzende des Vereins „Sport ältere Generation“ kennt viele Märkte.

Der historische Weihnachtsmarkt auf Rittergut Birkhof hatte wieder Magnetwirkung: Am Wochenende strömten mehrere tausend Besucher in den beleuchteten Innenhof, um sich bei Glühwein-Duft und Posaunenklängen von 61 Ausstellern auf das Weihnachtsfest 
einstimmen zu lassen. Eine Wiederholung gibt’s am nächsten Wochenende.  Foto: NGZ
Der historische Weihnachtsmarkt auf Rittergut Birkhof hatte wieder Magnetwirkung: Am Wochenende strömten mehrere tausend Besucher in den beleuchteten Innenhof, um sich bei Glühwein-Duft und Posaunenklängen von 61 Ausstellern auf das Weihnachtsfest einstimmen zu lassen. Eine Wiederholung gibt’s am nächsten Wochenende. Foto: NGZ

Und weil die Kleinenbroicherin vergleichen kann, zieht es sie immer wieder nach Lüttenglehn: „Für mich ist es ein Muss, jedes Jahr hierher zu kommen.“ Wenn sie in den Duft von Glühwein, Maronen und Weihnachtsbrot eintaucht, sich der Innenhof wieder im Lichterglanz präsentiert und die Turmbläser des Willicher Musikvereins für besinnliche Atmosphäre sorgen, dann ist für Inge Schulz die Weihnachtszeit greifbar.

Weihnachtsmarkt-Premiere feierte hingegen Melanie Schettel. Sie war mit ihrem Mann und den beiden Töchtern Paula (1) und Marta (2) eigens aus Duisburg angereist. „Das war ein wirklich schöner Ausflug. Die Fahrt hat sich gelohnt.“ Und noch beim Weitergehen versichert die junge Mutter: „Im nächsten Jahr kommen wir wieder.“

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Weihnachtsmarkt 

Die stimmungsvolle Weihnachtsmarkt-Atmosphäre auf Rittergut Birkhof können die Besucher noch einmal am kommenden Adventswochenende ausgiebig genießen - am Samstag (15.) und Sonntag (16.) von 10.15 Uhr bis 18 Uhr. Anmeldung für die Kinder-Weihnachtstüten: 0 21 31 / 51 06-33.

Christbaumschmuck, Adventsgestecke und traditionelles Kunsthandwerk, saisonale Spezialitäten, ein nostalgisches Kinderkarussell - all dies erstrahlte am Samstag und Sonntag im Lichterglanz. Und auch die Tradition des Weihnachtsmannes als Gabenbringer wird auf Birkhof noch gepflegt. „An 275 angemeldete Kinder wurden prall gefüllte Tüten mit Obst und Süßigkeiten verteilt“, freute sich Hannelore Fischer von der Ritterguts-Verwaltung über den großen Zuspruch. Bestens gelaunt war auch Hausherr Hans Georg Osterspey, der im Lichterglanz die stimmungsvolle Atmosphäre genoss: „Wir hatten Glück mit dem Wetter. Das war für uns alle entscheidend.“

Eine Anreise von 670 Kilometern liegt wieder hinter ihm: Glaskunst-Handwerker Gerhard Lorenz war bereits zum 16. Mal aus dem Bayrischen Wald angereist, um den Besuchern auf Birkhof einen Einblick in die Glasmacherkunst zu vermitteln. „Ich bin nur auf einem Weihnachtsmarkt aktiv vertreten“, verteilte Lorenz dann auch Bestnoten für den örtlichen Veranstalter. Am kommenden Wochenende ist er wieder auf Birkhof anzutreffen. Filzpantoffeln, Mützen, Hüte, Schals, Handschuhe und Schmuck gehörten ebenso zum Sortiment der 61 Aussteller, wie weihnachtliche Dekoration.

Im Dauereinsatz war Michael Muckel, der mit Geschick und Augenmaß Schwibbbögen, Fensterbilder und Teile für beleuchtete Deckenpyramiden anfertigte. Aber auch Heinz Philippen hatte seine Werkbank aufgebaut, um zu demonstrieren, wie die liebevoll gestalteten Baumanhänger entstehen. Unterstützt wird er bei seinem Hobby von Ehefrau Margit, die für die ausgefallenen Puppenbetten die Bettwäsche näht. Der Neusser Steinmetz Wilfried Betz nutzte die Ausstellungsfläche im historischen Weinkeller, um zu zeigen, dass er auch mehr kann, als nur Grabmale anzufertigen. Über 800 Neugierige waren allein am Samstag die steile Treppe in das Gemäuer hinabgestiegen.

Für einen guten Zweck war der Aktiv-Kreis „Kinder in Not“ Kaarst-Vorst unterwegs: Die 22 Mitglieder waren das Jahr über äußerst produktiv, um jetzt Holzspielzeug, Laubsägearbeiten, Filztaschen, selbstgemachte Marmelade und Liköre zu verkaufen. Über die Resonanz war Kassiererin Karin Brauwers hoch erfreut. Ihr Wunsch: „Wir bräuchten nur noch ein paar neue Mitglieder.“

Quelle: NGZ


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