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Korschenbroich: Martinsmarkt trotzte dem Regen

VON CARSTEN SOMMERFELD - zuletzt aktualisiert: 11.11.2007 - 22:02

Korschenbroich (NGZ). Korschenbroich Die Schattierung der Wolken wechselte meist zwischen Grau und fast Schwarz, von den Lampions an den Ständen tropfte es nach den Schauern, und mehr als eine Mutter fragte ihren Nachwuchs besorgt: „Ist Dir auch nicht kalt, Schatz?“

Etliche der Fackeln, die Schulklassen am Sonntag beim Martinsmarkt ausgestellt hatten, waren zum Schutz vor Regen in Folien gehüllt - trotz des schlechten Wetters ließen sich Kinder und andere Besucher den Markt nicht vermiesen.  Foto: Lothar Berns
Etliche der Fackeln, die Schulklassen am Sonntag beim Martinsmarkt ausgestellt hatten, waren zum Schutz vor Regen in Folien gehüllt - trotz des schlechten Wetters ließen sich Kinder und andere Besucher den Markt nicht vermiesen. Foto: Lothar Berns

Regenfeste und warme Kleidung waren Trumpf beim Martinsmarkt auf dem Schulhof des Gymnasiums an der Don-Bosco-Straße. Von Gedränge konnte keine Rede sein. Nachmittags füllte sich der große Platz zwischen den Buden der Werbering-Mitglieder dann mehr, und tatsächlich zeigte der Himmel zeitweise ein zartes Blau.

Von Dekorationsartikeln über Hemden, Pullover und Schals bis hin zu einer kleinen „Automeile“, bei der sich die Besucher über die neuesten Modelle informieren konnten, reichte das Angebot.

„Es sind doch deutlich weniger Besucher da als im Vorjahr“, meint Albert Stollenwerck von Exclusives by Stollenwerck, der mit seinen wärmenden Schals und Pelzen angesichts des Wetters das Richtige im Angebot hatte.

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Wechsel beim Vorsitz

Für Claudia Campisi war es der letzte Martinsmarkt, den sie als Vorsitzende des Werberings mit organisiert. Die 44-Jährige stellt sich nach drei Jahren
im Frühjahr nicht mehr zur Wahl. „Die Aufgabe erfordert viel Zeit, und ich habe
ja auch eine Familie und mein Geschäft“, sagte sie.

Vorweihnachtlich ging es am Stand von Raumaustattung Rippegather zu: Mit Tannenbäumen versehene Kissen, Adventskalender aus Stoff und große Holzsterne warteten darauf, die Wohnung adventlich zu schmücken.

Zufrieden war Monika Aschenbroich von der Stadt. „Wir haben schon fast 50 Bildbände ,Typisch Korschenbroich’ verkauft, und die ebenfalls neuen Stadtpläne sind heiß begehrt.“ In einem Zelt konnten die Gewinne der Verlosung des Heimatvereins begutachtet werden.

„Der Erlös kommt dem Kultur-Bahnhof zu Gute“, sagte Peter-Josef Stefes neben dem Hauptgewinn, einem Fahrrad. Erich Lotz von der Provinzialversicherung hatte etliche Produkte seines Hobbys als Imker mitgebracht. Von Honigbonbons bis zu Bienenkittharz (Propolis) - „der soll gegen vielerlei Beschwerden helfen“ - reichte sein Angebot. Mit Aufgesetztem und einem dicken Schal trotzte er dem ungemütlichen Wetter.

Ein solcher Martinsmarkt könne „zehn Buden mehr“ vertragen, meint er beim Blick über den großen Platz. Tatsächlich hatte sich der Werbering in diesem Jahr auf seine eigenen Kräfte beschränkt. „Im vergangenen Jahr waren drei, vier Buden mehr da. In diesem Jahr haben wir keine Händler außerhalb des Werberings angeschrieben“, erklärt Werbering-Vorsitzende Claudia Campisi.

Wir müssen von diesen die gleiche Standgebühr nehmen wie von unseren Mitgliedern“, und die Erfahrung habe gezeigt, dass sich viele davon abschrecken ließen. Mit der Besucherzahl sei sie angesichts des Wetters zufrieden. Und zufrieden waren auch viele Besucher.

„Hier ist es immer nett und gemütlich“, sagte Andreas Kiel, der Korschenbroicher wartete mit dem dick vermummten Tim (3) in der kleinen Bimmelbahn auf die Abfahrt zur nächsten Runde. Jutta Evers, ihr Mann und drei Kinder waren aus Willich gekommen.

„Wir nutzen den Martinsmarkt, um Freunde zu treffen“, erzählt Jutta Evers, die früher in Neuss gewohnt hatte. Die Familie besichigte die Fackelausstellung mit absolut sehenswerten, großen Klassenfackeln aus drei Grundschulen. Eine Pyramidenfackel mit Kamelen, aber auchetwa das Zebra, ein Leuchtturm mit Boot und der böse Wolf zeugten von viel Kreativität.

Mit ihnen und vielen anderen Fackeln leuchteten auch etliche Kinderaugen, als am Nachmittag sich der Martinszug mit Sankt Martin hoch zu Ross in Bewegung setzte.

Quelle: NGZ


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