Korschenbroich (NGZO). Korschenbroich Großer Bahnhof in Korschenbroich: Die Verwaltungsspitze – allen voran Bürgermeister Heinz Josef Dick – wie Vertreter aller Fraktionen warteten am Dienstag Mittag auf den NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper. Pünktlich rollte die dunkelblaue Limousine über die Hindenburgstraße und stoppte an der eigens für den Festakt erstellten Absperrung.
Lienenkämper schwang sich aus dem Auto, streifte sich sein Jackett über und wurde bei strahlendem Sonnenschein ebenso freundlich empfangen. Ein Heimspiel für den Minister, der schon vor seinem Karrieresprung als Chef der CDU-Kreistagsfraktion und als Landtagsabgeordneter immer wieder in Korschenbroich anzutreffen war.
Gestern war der Minister mit Wohnsitz in Meerbusch nicht zum Feiern – wie unlängst zu "Unges Pengste" – angereist. Am Dienstag war er in offizieller Mission vor Ort. Lienenkämper sollte – gemeinsam mit Bürgermeister Heinz Josef Dick – den ersten Spatenstich für den Aus- und Umbau der Arndtstraße (Landesstraße 382) setzen.
Da aber mit dem St.-Katharinen-Platz die Parkplatz-Neugestaltung bis auf wenige Handgriffe schon abgeschlossen ist und auch die erste Rundung des neuen Gehweges zu erkennen ist, hat Tiefbauamtsleiter Christoph Herchner kurzerhand auf den Spatenstich verzichtet. Statt dessen hatte er zwei Pflastersteine zurechtgelegt, einen mit dem Landeswappen als äußeres Zeichen für die Finanzierung und einen "taktischen Stein" für Blinde. Beide Steine wurden fachmännisch in die vorhandenen Lücken drapiert.
Bebauungsplan
Die Fahrbahn der Arndtstraße wird gemäß des Bebauungsplanes zunächst in südlicher und im weiteren Verlauf in nördlicher Richtung verschwenkt und in die Kreuzung Arndtstraße, Hindenburgstraße und Hannengasse wird ein überfahrbarer Mini-Kreisel eingebaut. Die Maßnahme wird auch dort von der Firma Santer Tief- und Straßenbau (Viersen) ausgeführt. Die Bauleitung hat das Ingenieurbüro Johannes Klee (Aachen).
Mit der Unterschrift Lienenkämpers wurde das Landeswappen noch veredelt. Eine ältere Dame, die sich das Spiel aus nächster Nähe ansah, merkte laut an: "Alles nur Schau." Damit mag sie in einem Punkt Recht behalten – denn der Stein mit Wappen und Unterschrift wird gegen einen neutralen Pflasterstein ausgetauscht. "Der bleibt da nicht liegen, dafür ist er viel zu wertvoll", stellte Christoph Herchner energisch fest. Übrigens: Der Wappen-Stein soll dauerhaft einen Ehrenplatz im Bürgermeisterbüro finden.
Überhaupt waren alle bestens gelaunt. "Es ist bislang alles perfekt gelaufen", waren sich Baudezernent Bernd Dieter Schultze und Tiefbauamtsleiter Herchner einig. Ab heute wird nun der südliche Gehweg angelegt. Das dauert etwa drei Wochen. Danach wird's noch einmal für alle heftig: Dann wird die Arndtstraße komplett gesperrt und in den acht bis neun Folgewochen deutlich verschwenkt zu einer attraktiven, innerstädtischen Straße hergerichtet.
"Spätestens Ende September muss hier alles fertig sein", betonte Herchner gegenüber der NGZ und schloss bei diesem Versprechen auch die Anlegung des Mini-Kreisels als attraktive und sichere Verbindung von Arndtstraße, Hannengasse und Hindenburgstraße in seine Prognose mit ein. Die 200 000 Euro für den Ausbau der Arndtstraße als L 382 wird komplett vom Landesbetrieb Straßenbau NRW übernommen.
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