Vergleich der Abwasserbetriebe (NGZ). Korschenbroich Der Wust von Daten, der zusammengetragen werden musste, habe zunächst durchaus etwas abschreckend gewirkt, räumt Thomas Kochs ein. Auf der Strecke selbst konnte sich der Technische Leiter des Städtischen Abwasserbetriebs dann jedoch mehr und mehr für das Projekt „Benchmarking Abwasser Nordrhein-Westfalen“ erwärmen, an dem sich auch die Stadt mit ihrem Eigenbetrieb und den Zahlen des Jahres 2006 beteiligt hat. „Wir sind gut, wollen aber besser werden“, lautet Kochs’ Fazit, nachdem kürzlich die Ergebnisse des Vergleichs mit anderen Abwasserbetrieben des Landes bekannt geworden sind und Korschenbroich im Mittelfeld einstuft wurde.
Auffällig am Korschenbroicher Ergebnis sind nicht zuletzt die hohe Kosten - dies gilt für die Energie ebenso wie für den sonstigen betrieblichen Aufwand. Der Kostendeckungsgrad war mit 92 Prozent gering. Was sich jedoch erklären lässt: So hatte der Abwasserbetrieb 2006 hohe Investitionskosten - und zwar in den Bestand, während es keine Erweiterungsinvestitionen gab.
„Wenn ein Betrieb in Nachhaltigkeit investiert, stellt sich die Situation anders dar, als wenn nicht investiert wird“, verweist Thomas Kochs auf die sich längerfristig rentierenden Maßnahmen, die seinerzeit veranlasst wurden. Neben den Aspekten Sicherheit, Qualität, Kundenservice sei die Wirtschaftlichkeit nur eine - wenn auch wichtige - der fünf Säulen, die für die öffentliche Abwasserentsorgung zu berücksichtigen sind.
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