Korschenbroich (NGZ). Die Kindertagesstätte Hochstraße soll erhalten bleiben. Ob die städtische Einrichtung umzieht und ihre Arbeit in den ehemaligen Horträumen von "Flummigumm" fortsetzt, ist aber noch offen. Die Entscheidung soll im Mai fallen.
Die Betreuung von Kindern unter drei Jahren ist gesetzlich geregelt. Bis 2013 muss die Stadt die damit verbundenen Vorgaben in ihren Tagesstätten erfüllt haben. Bürgermeister Heinz Josef Dick (60) ist mit dem Fortgang der Umbauarbeiten zufrieden. Problematisch wird es allerdings in der Kleinenbroicher Einrichtung Hochstraße. Dort ist die 1989 eröffnete Tagesstätte mit zwei Gruppen auf zwei Etagen verteilt.
Dem Gedanken, künftig Kleinkinder durchs Treppenhaus zu tragen, kann der Bürgermeister wenig abgewinnen. "Zudem fehlt uns die Fläche für einen Schlafraum," weiß Leiterin Elke Berzen (40). Es gibt drei Lösungsvorschläge der Stadtverwaltung. Am 11. Mai soll im Fachausschuss eine Entscheidung fallen.
Zwei Kindergruppen
Die städtische Kindertagesstätte Hochstraße in Kleinenbroich wurde im Jahre 1989 eröffnet. Gestartet wurde mit einer Kindergruppe, seit 1991 werden dort zwei Kindergartengruppen mit insgesamt 50 Jungen und Mädchen betreut. Mittlerweile wird in der Einrichtung auch eine Mittagsbetreuung angeboten.
Mit drei Varianten wurde jetzt die Politik konfrontiert, um die Verwaltungsvorschläge in den Fraktionen zu beraten. "Einen Neubau für rund 760.000 Euro", nennt der Beigeordnete Rudolf Graaff (43) als eine Möglichkeit. Dass dies auch die kostspieligste ist, kann er nicht von der Hand weisen. Als zweite Variante spricht Graaff die Aufteilung der beiden Kita-Gruppen auf schon bestehende Tagesstätten in Kleinenbroich an. Für diesen Fall hat die Verwaltung einen Kostenrahmen von 275.000 Euro errechnet.
Die günstigste Lösung mit 67.000 Euro wäre der Umzug der Kindertagesstätte von der Hochstraße an die Pestalozzistraße in die früheren "Flummigumm"-Räume, die aktuell die Offene Ganztagsgrundschule beherbergt. Ein Umzug in die Räume des ehemaligen Kinderhorts könnte zwei Probleme lösen: die für die U3-Betreuung ungünstige Raumsituation und den Raummangel der Feuerwehr, die fortan das benachbarte Haus an der Hochstraße nutzen könnte.
Aus pädagogischer Sicht plädiert die Verwaltung dafür, die Einrichtung in ihrer jetzigen Form bestehen zu lassen. "Nach Empfehlung der Verwaltung ist das ein klares Nein zur Aufteilung", bestätigt Rudolf Graaff. Dies ist auch ganz im Sinne des Elternrates. Unter Federführung der Sprecherin Petra Dunker läuft zurzeit eine Unterschriftenaktion. "Die Eltern wollen, dass wir zusammenbleiben", freut sich die Tagesstättenleiterin. "Sie plädieren daher für den Umzug an die Pestalozzistraße." Die Unterschriftenliste soll zeitnah dem Bürgermeister übergeben werden. Elke Berzen, die bereits im siebten Jahr die Kita Hochstraße leitet, könnte sich mit dem Umzug in die Flummigumm-Räume anfreunden.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport, Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder, Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.