CDu bleibt politische Spitze (NGZO). Heinz Josef Dick (CDU) bleibt hauptamtlicher Bürgermeister. Mit 47,7 Prozent setzte er sich gegen seine vier Mitbewerber durch und blickt auf seine dritte Amtszeit. Er konnte – ebenso wie seine Partei – im Ergebnis zulegen.
Korschenbroich Hopp und Top – so lassen sich die Wahlergebnisse für die beiden Bürgermeisterkandidaten Heinz Josef Dick (CDU) und Albert Richter (SPD) auf den Punkt bringen. Während Heinz Josef Dick in die dritte Amtszeit als Verwaltungschef durchstartet, musste Herausforderer Albert Richter am 30. August eine bittere Pille schlucken.
Der Kleinenbroicher wurde mit 19,3 Prozent vom Wähler abgestraft. Und auch bei seiner Partei gab's am Wahlabend Ernüchterung pur: Die SPD musste weitere Einbußen von 2,8 Prozent schlucken. "Wir bleiben mit 16,6 Prozent aber immer noch zweitstärkste Kraft im Stadtrat", tröstete sich Richter über die Wahlschlappe mit Blick auf "Die Aktive" (15,4 Prozent) hinweg. Deutlichere Worte fand da SPD-Fraktionschef Paul Jahny: "Wir haben verloren, da gibt es nichts zu beschönigen." Während die CDU ihr Ergebnis mit 44,2 (42,9) Prozent leicht steigern konnte, wurde allerdings das Wahlziel einer absoluten Mehrheit im Stadtrat erneut verfehlt.
Klarer Wahlsieger war die FDP um ihre Parteichefin Hanne Wolf-Kluthausen mit stattlichen 12,3 (8,6) Prozent. Deutlich zulegen konnte also die FDP, die nun mit sechs – bislang vier – Vertretern in den Stadtrat einzog. Und auch Wolfgang Houben von den Bündnisgrünen war mit einem Plus von 1,6 Prozent zufrieden. Neu im Rat vertreten ist "Die Linke" mit einem Sitz (3,1 Prozent). Sie erwägt allerdings den Klageweg zu beschreiten, da ihr der Wahlausschuss und der Stadtrat eine erneute Auszählung in vier Wahlbezirken verwehrte. Das Ziel von Bernd Makowiak: "Ich will den Fraktionsstatus erreichen." Das könnte er bei einem Plus von zehn Stimmen schaffen.
Der FDP brachte das gute Kommunalwahlergebnis aber nicht das erhoffte Glück. Das von Hanne Wolf-Kluthausen angestrebte Ratsbündnis mit der Union kam nicht zustande. Die FDP sitzt weiter auf der Oppositionsbank, während sich – für viele Bürger nicht wirklich nachvollziehbar – der Wahlverlierer SPD an der Seite der CDU-Fraktion als Bündnis-Partner sonnen kann.
Diese für viele unerwartete Parteien-Hochzeit im Korschenbroicher Stadtrat hat dann auch einen Preis: Für die SPD heißt es, in vielen Bereichen die CDU-Ansichten uneingeschränkt zu schlucken. Für die CDU wurde es dafür bei der Besetzung des Bürgermeister-Stellvertreters eng: Hans-Willi Türks (CDU), bislang erster Bürgermeister-Vize, musste in die zweite Reihe zurücktreten und Dietmar Ibach (SPD) den Vortritt lassen.
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